18.08.2019 12:44 |

Sicher ist sicher

Grazer Ärztin schäumt neuerdings vor Glück

Mikroplastik im Inhalt, Einweg-Verpackung als Hülle: Duschgels und Shampoos hat Katja Banfai aus ihrem Bad verbannt, ihre Seife rührt sich die Ärztin jetzt selber an. Sicher ist sicher.

Der Name ist hier Programm: „In meinem Seifen-Prototyp, übrigens bis heute die beliebteste Sorte meiner Kunden, befindet sich Lemongrass. Dies wirkt aktivierend, konzentrationsfördernd – und macht einfach glücklich, deshalb auch der Name ,Happy“, lacht Katja Banfai.

„Immer schon eine Leidenschaft“
Weniger heiter war die 39-Jährige noch bis vor Kurzem an ihrem alten Arbeitsplatz. Als Medizinerin war sie unter anderem an der Uniklinik Graz tätig, unrund hat sie vor allem eines gemacht: „Dass für das Wesentlichste, nämlich dem Patienten zuzuhören, einfach keine Zeit mehr bleibt.“ Deshalb macht Banfai vor fünf Jahren einen radikalen Schnitt: Den Arztkittel hängt sie an den Nagel, damit entsteht plötzlich Platz für Neues. „Also habe ich mich in die Selbstständigkeit gewagt und das gemacht, wofür ich schon immer eine Leidenschaft hatte - das Seifensieden“, erzählt die tüchtige Geschäftsfrau. Ihre Ausbildung kam ihr damals zugute: „Beim Anmelden eines Kosmetik-Gewerbes benötigte man ein abgeschlossenes Chemie-, Pharmazie- oder Medizinstudium. Glück gehabt!“

Nach dem akribischen Aneignen von möglichst viel Fachwissen folgte eine Zeit des Probierens. Heute steht die Perfektionistin bereits mit 17 verschiedenen Produkten da, das Geschäft mit den duftenden Hautschmeichlern floriert: „Ich hatte das Glück, sofort im internationalen Online-Shop Ecco Verde unterzukommen, aber auch in renommierten Geschäften wie das Gramm oder s’Fachl sind meine Seifen zu haben“, kann sich die Autodidaktin freuen.

Neben Hand- und Duschseifen produziert Banfai auch Haar-, Rasier- und Hundeseifen sowie Peelings. Der größte Vorteil für den Konsumenten: „Ich verwende nur Öle in Lebensmittelqualität, vor Mikroplastik muss man bei mir natürlich sowieso keine Angst haben.“ Die Seifen werden kalt gerührt, danach folgt ein 40-tägiger Reifungsprozess: „Erst dann haben die Seifen die idealen Eigenschaften um die Haut gut zu versorgen“, sagt die Ärztin.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eines: „Ich bin an meine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Nun bräuchte es einen Investor, damit ich den nächsten Schritt Richtung Produktionserweiterung machen kann“, sagt Banfai. Wer weiß, vielleicht bleibt der Grazerin das Glück ja hold.

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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