13.08.2019 13:04 |

Prostituierte getötet

Mutige Passanten stoppten blutigen Messermann

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Dienstag in der australischen Stadt Sydney mehrere Menschen attackiert, eine Frau verletzt und ist anschließend blutverschmiert auf der Straße herumgelaufen und auf Autodächer gesprungen. Fahrzeuglenker gerieten in Panik. Der Täter schrie währenddessen „Allahu akbar“. Der 21-Jährige wurde von mehreren mutigen Passanten mit Sesseln und anderen Gegenständen beworfen und so in Schach gehalten, bis die Polizei vor Ort war und den Messermann verhaften konnte. Wenig später wurde die Leiche einer 21-jährigen Prostituierten in einem Apartmentkomplex in der Nähe des Festnahmeortes entdeckt. Sie sei das erste Opfer des gleichaltrigen Täters gewesen sein.

Die Prostituierte sei dem 21-Jährigen persönlich bekannt gewesen, teilte die Polizei mit. Auf sie habe der 21-Jährige mehrfach „wie wild“ eingestochen. Bei der zweiten Frau habe es sich um ein zufälliges Opfer gehandelt. Diese habe der Mann in einem Hotel in den Rücken gestochen. Sie sei mittlerweile in stabilem Zustand im Spital. Bilder in sozialen Medien zeigten den blutverschmierten Mann, der wenig später von beherzten Passanten mithilfe von Sesseln und einer Milchkiste zu Boden gedrückt wird.

„Schießt mir in den verdammten Kopf“
In einem vom TV-Sender 7 gezeigten Aufnahme (siehe unten) sieht man den 21-Jährigen auf ein Autodach springen und hört diesen „Allahu akbar“ schreien. Als er sich mit mehreren Passanten konfrontiert sieht, plärrt der Angreifer: „Erschießt mich! Schießt mir in den verdammten Kopf!“

Derzeit keine Anhaltspunkte für terroristischen Hintergrund
Der Polizeisprecher versicherte, dass die Gefahr für die Bevölkerung nun vorbei sei. Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt. Die Angriffe werden von der Polizei derzeit nicht als Terrorakt eingestuft. Man habe Informationen gefunden, die darauf hindeuten, dass er mit Terrorismus verbundene Ansichten hatte. „Aber er hatte keine offenkundigen Verbindungen zu anderen terroristischen Organisationen“, sagte der Polizeichef des Staates New South Wales, Mick Fuller. Gegenstand von Ermittlungen sei, ob der Vorfall etwas mit Drogenkonsum oder Problemen der geistigen Gesundheit zu tun habe.

Wenig später gab die Polizei bekannt, dass in der Nähe des Festnahmeortes in einem Apartmentkomplex die Leiche einer Frau gefunden worden sei. Es dürfte sich um ein weiteres Opfer des Verhafteten handeln. Derzeit werden die Angriffe nicht als Terrorakt eingestuft.

Premier lobt „tapfere“ Passanten
Der konservative australische Ministerpräsident Scott Morrison würdigte die „tapferen Taten“ der Passanten, darunter drei Briten aus Manchester. „Das Motiv für diesen Angriff wurde noch ergründet, die Polizeiermittlungen sind am Laufen“, twitterte Morrison.

Im November vergangenen Jahres war ein aus Somalia stammender Mann in der Innenstadt von Melbourne mit einem Messer auf Passanten losgegangen. Er erstach einen Cafébesitzer und verletzte zwei weitere Passanten. Dann attackierte er eintreffende Polizisten und wurde schließlich von einem der Beamten erschossen. Nach Behördenangaben berief sich der Angreifer auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat, hatte aber keinen direkten Kontakt zu ihr.

Gabor Agardi
Gabor Agardi

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