11.08.2019 14:02 |

Wind facht Flammen an

In Griechenland wüten mehr als 50 Waldbrände

In Griechenland kämpften am Wochenende Hunderte Feuerwehrleute gegen mehr als 50 Waldbrände an, die in mehreren Landesteilen wüten. Hohe Temperaturen und starke Winde fachen die Flammen immer wieder an. In einigen Fällen wurden Dörfer und Campingplätze vorübergehend evakuiert. Verletzt wurde bislang niemand.

Auf der Insel Elafonissos mussten ein Campingplatz und ein Hotel evakuiert werden. Nahe Marathon bei Athen wurde ein Kinderferienlager aus Sicherheitsgründen geräumt, wie die amtliche Nachrichtenagentur ANA meldete. Marathon liegt nahe dem Badeort Mati, wo im vergangenen Jahr bei einem Waldbrand 102 Menschen ums Leben kamen.

Höchste Alarmstufe für Waldbrände
Wie die Feuerwehr und der griechische Zivilschutz am Sonntag weiter mitteilten, gelte für den größten Teil Südgriechenlands die höchste Alarmstufe (Alarmstufe Rot) für Waldbrände. Der griechische Wetterdienst hat für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad vorhergesagt. Zudem wehen in der Ägäis Winde der Stärke sieben bis acht.

Seit einer Brandkatastrophe nahe Athen im Juli des vergangenen Jahres werden die Bürger über Funk noch nachdrücklicher gewarnt als ohnehin schon - damals waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Zudem sendete der Zivilschutz Brandwarnungen an die Bürger auf ihrem Handy.

Schwerer Waldbrand auf Gran Canaria
Auch eine andere Urlaubsdestination kämpft mit einer Feuersbrunst: Auf der spanischen Insel Gran Canaria sind mehrere Städte evakuiert worden, nachdem ein schwerer Waldbrand ausgebrochen ist. Besonders betroffen seien die Gemeinden Tejeda, Artenara und Galdar, wo fast 1000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden, hieß es seitens der Behörden. Die Feuerwehr war mit Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz.

Die Rettungskräfte schätzten die betroffene Fläche auf etwa 1000 Hektar, wie der Präsident der Kanarischen Inseln sagte. Die Flammen bedrohen auch den Nationalpark Tamadaba im Westen der Insel. Das Feuer war am Samstag in der Nähe von Artenara ausgebrochen und hatte sich immer weiter ausgebreitet.

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