29 Kinder verletzt

Todesstrafe für Messerstecher in China

Ausland
15.05.2010 12:19
Nach einem Überfall auf einen Kindergarten hat ein chinesisches Gericht einen 47 Jahre alten Mann zum Tode verurteilt. Der Arbeitslose hatte am 29. April mit einem 20 Zentimeter langen Messer in einem Kindergarten in Taixing in der Provinz Jiangsu 29 Kinder und drei Betreuer verletzt. Unbestätigten Berichten zufolge sollen vier Kinder an ihren Verletzungen gestorben sein. Das Gericht in Taixing sprach den Mann wegen vorsätzlichen Mordes schuldig.

Der Vorfall zählt zu einer ganzen Serie von Bluttaten an Kindern in China. Erst am Mittwoch waren bei einem erneuten Amoklauf in einem Kindergarten sieben Kinder und zwei Betreuer getötet worden. Elf Kinder wurden verletzt, zwei davon schwer, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete (siehe Infobox). 

In weniger als zwei Monaten sind bei sechs Übergriffen in Kindergärten und Schulen insgesamt 16 kleine Kinder und drei Erwachsene getötet worden. Mehr als 70 Personen wurden verletzt. Seitdem sichern mit Schlagstöcken und Tränengas bewaffnete Wachposten die Eingänge von Betreuungseinrichtungen. Schulbusse erhalten Polizeibegleitung.

Die Regierung hat zudem eine strikte Nachrichtenkontrolle verhängt, die mit der Sorge vor möglichen Nachahmungstätern begründet wird. Experten vermuten tiefe gesellschaftliche Probleme als Ursache für die Zwischenfälle. Die sozialen Unterschiede in China würden immer größer, heißt es.

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