08.08.2019 10:10 |

KACO in St. Michael

Dichtungsring sorgt für einen 80 Millionen-Deal

„Schaltkolbendichtung“ – ein ziemlich sperriges Wort. Für den Dichtungshersteller KACO eine Goldgrube: Ende Juli zog der Lungauer Automobil-Zulieferer einen 80 Millionen Euro schweren Auftrag der Magna an Land. Schon ab Anfang nächsten Jahres sollen die Spezial-Dichtungen geliefert werden.

Sie ist klein, schwarz, unauffällig. Meist gut versteckt im Motorblock. Die wenigsten kennen sie, solange sie nicht kaputt geht und für ziemlich tiefe Sorgenfalten beim Anblick der Mechaniker-Rechnung verantwortlich ist: die Schaltkolbendichtung, die für ein dichtes Auto-Getriebe sorgt.

Die Dichtungen der KACO in St. Michael haben es der Automobil-Branche offenbar besonders angetan: „Wir haben Ende Juli von der Magna-Deutschland den Zuschlag für einen 80 Millionen Euro-Auftrag bekommen, der über acht Jahre lang gehen wird“, freut sich Betriebsleiter Gernot Feiel.

Ein besonderer Erfolg für die Lungauer, die sich gegen starke internationale Konkurrenz durchsetzten: „Wir konnten bei den vorigen Aufträgen bereits mit Qualität und Liefertreue punkten. Für den neuen Auftrag haben wir eigens eine neue Schaltkolbendichtung entwickelt“, so Feiel. Über drei Jahre tüftelte das zehnköpfige KACO- Entwicklungsteam mit den Magna-Technikern an der Spezialanfertigung.

Hergestellt werden die Dichtungen für einen bayrischen Autohersteller. Wie genau sie produziert werden, wollte Feiel nicht verraten. Nur so viel: Auch für die Bayern werden Stahl-Streifen mit einer Spezial-Gummi-Mischung vulkanisiert, damit die Dichtungen den bis zu 50 bar starken Druck in den Getrieben aushalten.

Bis zu zwei Millionen Dichtungen pro Jahr
Die erste Lieferung in Richtung Untergruppenbach (Baden-Württemberg) wird den Lungau bereits Anfang nächsten Jahres verlassen – dort werden die Dichtungen aus St. Michael in Auto-Getriebe eingebaut.

Geplant sind zunächst 150.000 Schaltkolbendichtungen pro Jahr, bis 2022 soll die Zahl auf zwei Millionen Stück steigen.

Für die Firma ist der Auftrag ein Meilenstein: „Wir können unseren Jahresumsatz von 45 auf 55 Millionen Euro steigern. Auch neue Mitarbeiter werden wir einstellen“, so Feiel. Derzeit beschäftigt KACO gut 260 Mitarbeiter, seit 2014 gehört das Werk zur chinesischen Zhongding-Gruppe.

Verena Seebacher
Verena Seebacher

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