05.08.2019 17:21 |

Unglück auf Salzach

Raftingboot in Verbotszone gekentert: Zwei Tote

Dramatische Szenen haben sich am Montagvormittag auf der Salzach in Salzburg abgespielt: Ein Unfall mit einem Raftingboot forderte zwei Todesopfer. Kurz nach Mittag herrschte dann Gewissheit: Die Männer waren nur zu zweit unterwegs gewesen. Daraufhin wurde die groß angelegte Suchaktion nach weiteren Vermissten eingestellt. Unklar ist weiterhin, wie der dramatische Unfall passiert ist. Experten sind sich aber einig: Diese Strecke ist für Raftingboote eigentlich tabu, zu gefährlich sind an dieser Stelle die reißenden Strömungen der Salzach.

Das Unglück passierte am Montagvormittag in den Salzachöfen - ein enger Durchbruch des Flusses am Pass Lueg. Ein Raftingboot mit zwei Männern an Bord ist gekentert, die Ursache steht noch nicht fest. Ein Zeuge hatte das gekenterte Boot und zwei Personen im Wasser treibend beobachtet und die Einsatzkräfte alarmiert. „Innerhalb weniger Minuten waren wir mit dem Rettungsboot im Wasser“, schilderte Einsatzleiter Peter Schluet, Ortsfeuerwehrkommandant von Golling.

Es dauerte nicht lange, bis die Einsatzkräfte die zwei Körper in der Salzach entdeckten. Einen Mann spülte es im Bereich Lanzenweiher in Golling an eine Sandbank, die zweite Person trieb leblos in der Nähe des Autobahnzubringers Golling in der Salzach. Nach ersten Informationen konnte bisher nur einer der Sportler identifiziert werden: Es handelt sich dabei um einen 23-jährigen Serben, der in Deutschland lebt.

Reanimationen erfolglos
Die zwei Verunglückten seien an Ort und Stelle von Rettungskräften des Roten Kreuzes reanimiert worden, doch man habe nur mehr den Tod der beiden Personen feststellen können.

Suche nach weiteren Vermissten lief stundenlang
„Da wir über lange Zeit weder wussten, wieviele Personen an Bord waren noch aus welcher Richtung das Boot kam, zog sich die Suchaktion über Stunden“, berichtete Christoph Thurner, Einsatzleiter der Wasserrettung Salzburg. Die Salzach war zwischen Golling und Hallein durchsucht worden, auch der Uferbereich der Salzachöfen wurde durchkämmt.

Ein Teil der Einsatzkräfte war auch auf Booten unterwegs, auch auf den Brücken wurden Einsatzkräfte postiert. Im Einsatz standen rund 100 Wasserretter und Feuerwehrleute sowie 15 Bergretter der Ortsstelle Golling und Rettungskräfte des Roten Kreuzes. Gegen Mittag stand dann fest: Die Männer waren allein unterwegs gewesen.

In Salzburg ist auf der Salzach - wie auch auf den Flüssen Enns, Lammer, Mur und Saalach - das Rafting für Privatpersonen grundsätzlich nicht erlaubt. Die beiden verunglückten Männer waren somit unerlaubt am Fluss unterwegs. Das Verbot gilt laut der entsprechenden Verordnung des Landeshauptmanns für alle „aufblasbaren Ruderfahrzeuge“. 

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