08.07.2019 06:01

Drama vor Istrien

Grazerin stirbt nach Tauchgang zu Schiffswrack

Urlauber-Tragödie vor der kroatischen Halbinsel Istrien: Aus noch unbekannter Ursache geriet eine Österreicherin vor Rovinj bei einem Tauchgang zum Schiffswrack der gesunkenen „Baron Gautsch“ in eine Notlage. Trotz Reanimation kam für die Grazerin (37) jede Hilfe zu spät - sie verstarb wenig später im Krankenhaus.

Der Luxusliner am Meeresgrund vor Rovinj in 38 Meter Tiefe zählt innerhalb der Taucherszene zu einem der schönsten Unterwasserziele der Welt. Das ist auch der Grund, weshalb die kroatische Regierung private Tauchgänge zum Wrack vor Längerem bereits verboten hat. Nur wenige autorisierte Tauchbasen haben die Genehmigung, mit zahlenden Kunden die „Baron Gautsch“ zu besuchen.

Probleme beim Auftauchen
Einen derartigen Ausflug hatte auch eine 37-jährige Österreicherin für Samstag gebucht. Mit einer ganzen Gruppe ging es schließlich in die Tiefe, zum versunkenen mystischen Passagierdampfschiff. Alles lief vorerst wie geplant - bis die Urlauberin schließlich wieder auftauchte und offensichtlich große gesundheitliche Probleme hatte.

An der Wasseroberfläche angekommen, hat die Frau laut Polizeiangaben das Bewusstsein verloren. Tauchkollegen zogen die Urlauberin an Bord, begannen mit der Reanimation und alarmierten die Küstenwache.

Obduktion angeordnet
Auf schnellstem Weg wurde die Grazerin ins Spital von Pula transportiert - wo sie wenige Stunden später den Kampf mit dem Tod verlor. Die örtlichen Behörden haben zur Klärung der Unglücksursache nun eine Obduktion angeordnet.

Daten und Fakten

  • Die „Baron Gautsch“ der damaligen Reederei Österreichischer Lloyd startete am 16. Juni 1908 zu ihrer Jungfernfahrt.
  • Das 84,5 Meter lange Passagierdampfschiff galt als eines der wichtigsten Transportmittel an der nördlichen Adriaküste.
  • Am 13. August 1914 geriet die „Baron Gautsch“ bei der Anfahrt auf Pula in ein Minenfeld der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine zur Verteidigung des Hafens und sank. 147 Menschen starben.
  • Das Wrack ist mittlerweile ein Magnet für Taucher.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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