"Eifrige" Insassin

Bulgarin betrieb Frauenhandel von Gefängniszelle aus

Steiermark
15.04.2010 19:34
Ein grenzüberschreitender Prostitutionshandel ist von steirischen Kriminalisten aufgedeckt worden. Von der Justizanstalt Leoben aus soll eine 51-jährige Bulgarin - selbst Ex-Besitzerin eines Bordells - einen regen Handel mit Prostituierten gesteuert haben. Dabei wurde die 51-Jährige laut Polizei von ihrem Sohn (33 Jahre alt) und dessen Lebensgefährtin (28 Jahre alt) unterstützt.

Sieben Frauen (zwischen 20 und 29 Jahre alt) soll der 33-jährige Verdächtige seit dem Vorjahr von Bulgarien nach Österreich gebracht haben. Beliefert wurde in erster Linie ein Nachtlokal in Graz, aber auch andere Bordelle in ganz Österreich.

Bulgarinnen Dokumente weggenommen
Damit es sich die Bulgarinnen nicht anders überlegen konnten, habe der Chauffeur den Frauen die Dokumente weggenommen. Eine der Prostituierten hat den Fall ins Rollen gebracht. Die 51-Jährige bestreitet, von ihrer Zelle aus den Frauenhandel delegiert zu haben. Ihre Telefonrechnung - sie besaß ein illegales Handy - sagt aber etwas ganz anderes. Bis zu 7.000 Euro sollen von der Verdächtigen "zweckdienlich" vertelefoniert worden sein.

Nun sitzt nicht nur die Mutter, sondern auch der Sohn im Knast - allerdings nicht gemeinsam. Der 33-Jährige wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht. Seine inzwischen "Ex" wurde angezeigt.

von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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