Hintergrund ist ein Angebot der Tigas an die Firma Wattens Papier (siehe auch Bericht in der Infobox). Diese erhalte günstig Gas, aber nur wenn sie dafür ihre Abwärme auch der Tigas überlasse. Doch genau um diese Abwärme bemühen sich seit zwei Jahren die Gemeinden Wattens, Rum und die Innsbrucker Kommunalbetriebe, um damit Tirols größtes Fernwärmeprojekt zu realisieren.
Andreas Laucher ist im Land Salzburg für Alternativ-Energien zuständig und Top-Experte. Er wurde von der Tiroler Politik gebeten, sich ins Projekt beratend einzubinden. Mit dem konkreten Ziel, es auf kommunale Beine zu stellen. "Das ist ganz wichtig, denn Gemeinden müssen nicht gewinnorientiert arbeiten und können so den Bürger teilhaben lassen." Zudem sei ein solches Projekt förderlich für das Verhältnis Bürger – Betrieb, in diesem Fall mit Wattens Papier.
Nun treibe jedoch die Tigas einen Keil in das gute Verhältnis, "ich werde den Beteiligten raten, sich das nicht gefallen zu lassen", erklärt Laucher.
Auf die Politik können die Beteiligten wohl nicht stark bauen. Denn LHStv. Hannes Gschwentner sagte am Mittwoch auf Anfrage, dass er niemandem verbieten könne, das Projekt umzusetzen. Hauptsache, die Fernwärme kommt. Diese Aussage erstaunt Laucher, denn bei der Projekt-Präsentation im Dezember habe Gschwentner noch ganz anders geklungen.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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