17.06.2019 09:00 |

Albaner in U-Haft

Polizei fahndet nach dem Todesschützen

Justiz und Polizei schweigen zum Mord von Salzburg-Lehen: Jener Albaner (34), der am Freitag verhaftet wurde, sitzt seit Sonntag in U-Haft. Mit der Bluttat will er nichts zu tun haben. Per EU-Haftbefehl wird nach dem Todesschützen gesucht.

Es war eine eiskalte Tat: Am Abend des 4. Juni feierte ein Bosnier (24) in einem Lokal in der Ignaz-Harrerstraße die Geburt seines Kindes. Vermutlich im Alko-Rausch geriet er in Streit – dem vernehmen nach mit dem jetzt per EU-Haftbefehl gesuchten Albaner (31). Es sollen derbe bis beleidigende Worte gefallen sein, dazu setzte es laut Zeugen eine Ohrfeige.

Der 24-Jährige holte seinen Vater (46), der ebenfalls im Lokal mitfeierte, zu Hilfe. Als sie vor die Tür traten, fielen zwei Schüsse. Einer traf den Vater tödlich in die Brust, ein anderer verletzte dessen Sohn schwer.

Abgefeuert mutmaßlich von dem streitbaren Albaner, mit einer schwarzen Pistole. Der ergriff daraufhin die Flucht und ist bis heute untergetaucht. Der Mann ist den Behörden bekannt, sogar amtsbekannt. Er wird mittels Phantombild und EU-Haftbefehl gesucht.

Verdächtiger bestreitet einen Zusammenhang
Auf seine Spur kamen die Ermittler vermutlich über jenen 34-jährigen Albaner, der am Freitag in einem Café im 15. Wiener Gemeindebezirk verhaftet wurde. Es bleibt die Frage, ob er an der Bluttat beteiligt war. „Er bestreitet jeglichen Zusammenhang mit dem Mord“, sagt Verteidiger Kurt Jelinek. Er will also weder geschossen, noch die Waffe besorgt haben. Trotzdem wurde am Sonntag – gesetzlich geregelt bei einem Verbrechen – die U-Haft verhängt.

Über das Mordmotiv bleiben die Behörden schweigsam: „Aus ermittlungstaktischen Gründen“, wie Justiz-Sprecher Andreas Wiesauer und Polizei-Sprecherin Verena Rainer betonten.

Max Grill

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