16.06.2019 10:08

Pläne von Architekten

Mit frischen Ideen das Salzach-Ufer beleben

Wasser ist für eine Stadt eine Lebensader, so auch die Salzach für Salzburg. Heute ist ihr Ufer mehr Verkehrsader und Erholungsgebiet. Zwei junge Architekturabsolventen wollen hier Lebensraum für die Bewohner schaffen.

Horst Lechner und Lukas Ployer machten den Flussraum Salzach zu ihrer Masterthesis, zum Kernthema ihrer Abschlussarbeit an der Kunstuni Linz. Konkret seine Ufer: Vier Kilometer, vom Überfuhrsteg bis zum Staukraftwerk in Itzling, links und rechts.

Ein Flussraum mit Geschichte: Früher ein wildes Gewässer wurde die Salzach im 19. Jahrhundert stark reguliert. Gerade die rechte Altstadt war Siedlungsraum, Betriebe wie Fischer, Färber, Gerber oder Brauereien, nutzten den Flusslauf samt Ufer. Straßen wurden gebaut, die Salzachufer entwickelten sich zur Verkehrsader. Das sind sie bis heute.

Eine richtige Flaniermeile waren sie irgendwie nie. Mit dem Hochwasserschutz vor einigen Jahren kamen mehr Sitzgelegenheiten. Die Salzburger holen sich Stück für Stück ihre Salzach zurück. Das wollen die beiden jungen Architekten forcieren, die Salzach-Ufer zum neuen Lebensraum für den Alltag umwandeln. Teils visionär, teils mit durchaus realistisch schönen, frischen Ideen.

Mehr als ein halbes Jahr widmeten sie sich der Aufgabe, analysierten die Uferabschnitte, konzipierten neue Möglichkeiten für natürliche Gegebenheiten. „Wir haben so genannte Module entwickelt, wo abschnittsweise die Salzach lebensnaher gemacht werden kann.“

Grillflächen, Badeplätze und sogar Wassersport

Grenzen setzten sich die beiden Salzburger Architekturabsolventen keine: Vom Wassersport-Zentrum vor dem Heizkraftwerk Mitte („Dort wäre super Platz“) über Bade-Pools, von den Kanälen mit kaltem Frischwasser gespeist. Den Hanuschplatz würden sie wieder „näher ans Wasser“ bringen, dazu Grillflächen, Liegeflächen, Kioske, Cafés und neu geschwungene Radwege. „Formales Vokabular“, nennen die Fachleute solche Module. „Unser Ziel war ein Masterplan, wie das Salzachufer komplett neu aussehen könnte“, schildern Ployer und Lechner.

Den Hochwasserschutz würden die findigen Uferplaner – nach dem Vorbild New York – in die Flaniermeile einbauen, dabei gewinnen sie mehr Platz. „Vor allem aber sollen die Salzburger wieder mehr Bezug zu ihrem Fluss bekommen“, ist ihre Ufer-These. Den Masterplan dafür haben sie.

Max Grill
Max Grill

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