Mo, 24. Juni 2019
12.06.2019 09:00

Aktuelle Studie

Eltern geben 5,9 Mio. Euro für Nachhilfe aus

Es sei nicht nur die Angst vor einem „Nicht genügend“ im Zeugnis, auch der Druck, gute Noten zu schreiben, werde immer stärker – und das schon bei den Jüngsten. Jeder 5. Schüler in Tirol erhält Nachhilfe, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Tirol. Die Eltern geben dafür 5,9 Mio. Euro aus.

Insgesamt 17.000 Kinder und Jugendliche (21%) haben im laufenden Schuljahr Nachhilfe in Anspruch genommen, das sind um 4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, so das Ergebnis der aktuellen Studie. Bei rund 11.000 Schülern bezahlten die Eltern die Lernhilfe, 6000 erhielten unbezahlte, private Nachhilfe und rund 2500 profitierten von einer schulischen Gratisnachhilfe.

Bedarf eigentlich noch höher
„Der Gesamtbedarf ist aber eigentlich noch höher“, informiert die AK Tirol, „denn für weitere 4000 Schüler würden sich die Eltern zwar Nachhilfe wünschen, können dies aber nicht realisieren.“ Die Studie zeigt aber auch einen – zumindest auf den ersten Blick – positiven Trend: Die durchschnittlichen Ausgaben für Nachhilfe pro Kind sind gegenüber dem Vorjahr von 620 auf 540 € gesunken.

Finanzielle Belastung für viele Familien groß
Das erkläre sich dadurch, dass pro Schüler weniger Stunden genommen werden. Trotzdem stellt die Lernhilfe für viele Familien eine finanzielle Belastung dar. Besonders trifft das natürlich einkommensschwache Familien.

Positive Noten weiter verbessern
Immer mehr Schüler erhalten Nachhilfe zudem nicht, um einen „Nachzipf“ zu vermeiden, sondern gute Noten zu verbessern. „Das betrifft vor allem Volksschulkinder, die in allen Fächern die Note 1 bekommen sollen, um in die bevorzugte Schulform aufsteigen zu können“, so die AK.

Wünsche der Eltern
Um den Nachhilfebedarf zu senken, wünschen sich die Eltern mehr kostenlose Hilfe an den Schulen (61%), dass man sich in der Schule mehr Zeit zum Üben des Stoffes nimmt (54%), Klassenteilungen, um in kleineren Gruppen zu lernen (51%), schulische Nachmittagsbetreuung mit individueller Förderung (49%), mehr Förderunterricht an den Schulen (34%) und eine bessere Beratung bezüglich des passenden Schultyps (26%). Die AK fordert auf Basis dieser Ergebnisse den Ausbau des kostenlosen Angebots an den Schulen.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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