Nur wenige Minuten dauerte am Mittwoch ein Prozess am Landesgericht Innsbruck, wo sich ein 55-jähriger Tiroler Bauer wegen schlimmer Zustände bei seiner Tierhaltung verantworten musste. Er räumte Fehler ein und zeigte sich reuig. Daher kam der Unbescholtene mit einer Diversion (Geldbuße ohne Strafe) davon.
Ermittelt wurde gegen den 55-Jährigen, weil er 18 Rinder, 14 Kälber, 96 Schafe, zwei Schweine und zwei Hühner wenig bis gar nicht artgerecht gehalten haben soll. So sei ein Großteil der Tiere auf beengtem Raum untergebracht gewesen. Zudem bestand der Verdacht, dass es keine ausreichende Wasserversorgung gab. Außerdem warf die Anklage dem 55-Jährigen diverse Schlachtungen zwischen April 2016 und dem heurigen Jänner vor – obwohl sein Betrieb nicht als Schlachtstätte zugelassen war. Das Fleisch sei dann verkauft worden.
Details blieben den Zuhörern aufgrund der verhängten Diversion erspart. Der Landwirt muss nun 2800 Euro bezahlen und Verfahrenskosten in Höhe von 200 Euro tragen. „Eine Vorstrafe bleibt Ihnen damit erspart. Ich warne Sie aber, dass eine Diversion eine einmalige Angelegenheit ist“, betonte der Richter. Die Behörde wird den Landwirt nun hoffentlich im Auge behalten.
Andreas Moser, Kronen Zeitung
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