Haftstrafe

Anlagebetrüger hinterließ 4,1 Millionen € Schaden

„Am Anfang habe ich mit Aktien spekuliert und es ist ganz gut gegangen. Deshalb wollte ich meine Kunden mitverdienen lassen“, sagt der Angeklagte in Linz. Am Ende seiner Aktiengeschäfte stand ein Minus von 4,1 Millionen. Da half ihm auch ein Sechser im Lotto nicht mehr!

Als Versicherungsmakler hatte der 57-Jährige das Vertrauen seiner Kunden erlangt - und fast 20 Jahre lang missbraucht. Er gaukelte ihnen eine lukrative Geldanlage über ein spezielles Wertpapierkonto vor. Die Anleger glaubten, dass es sich um ein Angebot der Versicherung handelt. Zumal sie für ihre Einzahlungen - teilweise in sechs- und siebenstelliger Höhe - (gefälschte) Bestätigungen auf Briefpapier der Versicherung erhielten.

Masche der Anlagebetrüger
Doch die Spekulationen waren wenig erfolgreich. Bald konnte der Linzer seine Kunden nur mehr mit Loch-auf-Loch-zu-Taktik bei der Stange halten. Staatsanwalt Reinhard Steiner: „Die typische Masche der Anlagebetrüger.“

Lotto-Sechser
Da nützte es auch nicht, dass der Angeklagte mit einem Lotto-Sechser, Gewinnen bei Poker-Turnieren und einem Hausverkauf den Schaden gutmachen wollte. 2016 erstattete er Selbstanzeige. Zurück blieben Anleger, die er um ihre Pensionsvorsorge gebracht hatte. . .

Nicht rechtskräftig
Beim Prozess in Linz erhoffte er sich eine Fußfessel, um seine kranke Frau pflegen zu können. Doch das Urteil fiel mit 3 Jahren Haft zu hoch aus. Nicht rechtskräftig.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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