31.03.2010 12:51 |

"Immens wichtig"

Land investiert 68 Mio. € in Schutz vor Naturkatastrophen

Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen mit den Katastrophen in Galtür und Paznaun ist der Schutz vor Naturgefahren in Tirol Dauerthema. "Bei einem Dauersiedlungsraum von lediglich zwölf Prozent ist Naturgefahrenmanagement eine immens wichtige Aufgabe", erläuterte Siegfried Sauermoser, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, am Mittwoch. Das Land wird daher im laufenden Jahr rund 68 Millionen investieren.

Einer der Schwerpunkte wird dabei mit mehr als 20 Millionen Euro die Schutzwalderhaltung und -sanierung bilden. "Die Verbesserung des Waldzustandes ist eine Schlüsselfrage", betonte der zuständige LHStv. Anton Steixner (VP). Ohne einen gesunden Wald nutze die ganze Verbauung nichts. Auch eine Studie im Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser im Paznauntal im Jahr 2005 hat laut Steixner diese Schlussfolgerung bestätigt. Insgesamt wurden daher rund 150 Schutzwaldprojekte auf Schiene gebracht.

Natürliche Abflussbereiche reaktivieren
Rund die Hälfte des Investitionsvolumens (35,5 Mio. Euro) fließen in den Schutz vor Wildbächen und Hochwasserschutz an Tal- und Hauptgewässern. Gerade die großen Hochwasserereignisse der Vergangenheit hätten gezeigt, dass die technischen Möglichkeiten an Grenzen stoßen. Daher werde das Schwergewicht derzeit darauf gelegt, natürliche Abflussbereiche zu reaktivieren. "Aufgrund von Computersimulationen können wir diese Bereiche genau definieren", erklärte Hubert Steiner von der Abteilung Wasserwirtschaft. Dort wo am wenigsten Schaden entstehe, müsse man den Gewässern Raum geben.

Zehn Millionen für Lawinenschutz
Mehr als zehn Millionen. Euro stehen dem Schutz vor Lawinen zur Verfügung, 1,7 Millionen gehen in den Erosions- und Steinschlagschutz, der durch den Klimawandel von Jahr zu Jahr spürbar zunehme, erklärte Steixner.

Im Bezirk Innsbruck-Land wird mit rund zwölf Millionen Euro am meisten investiert, gefolgt vom Bezirk Lienz (10,17 Mio.) und Landeck (9,98 Mio.). Für die kommenden Jahre sehe die Budgetsituation nicht gerade rosig aus, daher werde es auch künftig nicht einfacher, derartige Investitionen zu sichern, hob Steixner hervor.

Im Jahr 2009 hatte das Land mit 65 Millionen Euro um rund drei Millionen weniger in die Hand genommen.

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