Landesgericht Ried

Kurznachrichten belasten Angeklagten im Sexprozess

Beim Prozess in Ried steht Aussage gegen Aussage. Das Opfer, heute 29 Jahre alt, berichteten von mehreren Vergewaltigungen seit 2010. Der Angeklagte (65) hingegen spricht von einvernehmlichem Sex. Belastet wird er durch WhatsApp-Nachrichten an das Opfer.

Die Vorwürfe der Anklage reichen acht Jahre bis ins Jahr 2010 zurück. Damals soll der Angeklagte, ein Lkw-Fahrer aus Deutschland, der im Innviertel wohnt, sein Opfer erstmals in der Fahrkabine seines Lastwagens eingesperrt, geschlagen, gewürgt und vergewaltigt haben. Der Übergriff sollen sich im Herbst 2010 oder 2011 - da legt sich die Anklage nicht fest - wiederholt haben. Als sich der Beschuldigte 2018 wieder meldete, stellte ihm die Frau auf WhatsApp eine Falle. Der Chatverlauf unter seinem Nickname „Blumenzwerg“, in dem es, so Richter Josef Lautner, „seitenweise um Sex geht“, ist es auch, der den 65-Jährigen im Prozess belastet.

Der Deutsche gibt einmal einvernehmlichen Sex zu. Sein Verteidiger: „Die geschilderten Tathandlungen lässt der Tatort, eine Fahrerkabine, nicht zu.“ Er verweist auf Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner: Sie konnte keine posttraumatische Störung bei der jungen Frau feststellen. Vertagt.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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