Mi, 22. Mai 2019
13.05.2019 07:00

Vorzeigeprojekt

Viel Applaus für radelnde Sölder Bergretter

Die Bergrettung Sölden zeigt in einem Pilotprojekt eindrucksvoll, wie in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband der Rettungsdienst für eine Mountainbikeregion gelingt. 65 Rettungseinsätze haben die bikenden Bergretter allein 2018 dank ihres fachlichen Know-hows zur Zufriedenheit aller Beteiligten absolviert.

Rückblick auf die Langlaufsaison auf dem Seefelder Plateau: Die Loipenrettung des Tourismusverbands stand im Kreuzfeuer. Zu oft würde der Hubschrauber geholt, es hagelte Kritik an der Verquickung des Leiters der Loipenrettung und dessen damaliger Tätigkeit beim Christophorus, das Band mit der Bergrettung Leutasch war zerschnitten.

Ganz anders hingegen ist die Situation in der Bike Republic Sölden, dem Dorado für Biker im Ötztal. Hier gibt es jede Menge Lob für die „radelnden Bergretter“, die heuer im dritten Sommer den Rettungsdienst für die Biker auf den verschiedenen Lines abwickeln .

Rettungsdienst und Sicherheit
Mit Maximilian Riml, Jakob Fiegl und Simon Santer – alle Mitglieder der BR-Ortsstelle Sölden – kümmern sich in der Bike Republic drei Bergretter hauptberuflich um die Sicherheit und den Rettungsdienst auf den Lines und Trails. „Sie sind von der Landesleitung der Bergrettung Tirol angestellt, ihre Leistungen werden quasi an den Tourismusverband Ötztal weiterverrechnet“, sagt BR-Landesleiter Hermann Spiegl. „Unsere bikenden Bergretter sind vergleichbar mit den Pistenrettern im Winter“, so Fanz-Josef Fiegl, Ortsstellenleiter-Stv. der BR Sölden und Bindeglied zwischen Bergrettung und Ötztal Tourismus. „Als wir den Touristikern unsere Leistungen angeboten haben, stießen wir auf offene Ohren.“

Auf „Dienstfahrrädern“ checkt das Team, dem auch noch ein Mitarbeiter von Ötztal Tourismus angehört, täglich morgens die Lines, um dann gegebenenfalls Hindernisse zu entfernen oder die Lines freizugeben.

Per GPS verortete SOS-Tafeln
Damit bei Unfällen die Rettungseinsätze professionell klappen, hat man mit dem Land Tirol ein spezielles Sicherheitskonzept entwickelt. In Abständen von rund 150 Metern sind per GPS verortete SOS-Tafeln installiert. „Meist sind die ortsunkundigen Biker in Gruppen unterwegs, bei einem Unfall kann dann einer Alarm schlagen und die Leitstelle Tirol, wo der Notruf einlangt, weiß sofort, wo sich der Unfall ereignete“, sagt Franz-Josef Fiegl.

Die Bergretter vor Ort organisieren dann den Einsatz. Fiegl: „Wir entscheiden über die weitere Vorgangsweise.“ Der Verletzte wird entweder mit der Trage zum Einsatzfahrzeug der Bergrettung transportiert und damit zu einem ortsansässigen Arzt gefahren. „Oder wir verständigen den Hubschrauber, für den Landeplätze zur Übergabe des Verunglückten geschaffen wurden.

Peter Freiberger
Peter Freiberger

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