07.05.2019 12:09 |

WHO will gegensteuern

Bis zu 138.000 Tote pro Jahr durch Schlangenbisse

Jeden Tag werden weltweit etwa 7400 Menschen von giftigen Schlangen gebissen, also rund 2,7 Millionen Menschen im Jahr. Das Gift kann nicht nur entsetzliche Schmerzen auslösen und bleibende Schäden hinterlassen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) - denn bis zu 138.000 Menschen sterben pro Jahr weltweit nach dem Biss von Giftschlangen. Die WHO will diese Zahl jetzt mit einem Masterplan halbieren.

Kinder können auf dem Schulweg gebissen werden, Bauern auf dem Feld oder Frauen auf dem Gang zur Toilette - „ein falscher Tritt kann tödlich sein“, so die WHO. Zudem behalten rund 400.000 Menschen jährlich bleibende Schäden, darunter Blindheit, Amputationen oder eine posttraumatische Belastungsstörung.

Millionenschwere Maßnahmen vorgesehen
Die WHO hat jetzt eine Strategie erarbeitet, um die Todeszahlen bis 2030 zu halbieren. 82 Millionen Dollar (rund 73 Millionen Euro) seien demnach dafür nötig. Das Papier soll auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai in Genf verabschiedet werden.

Die Behörde will die Menschen in gefährdeten Gebieten jetzt besser informieren. In Dörfern sollen Ersthelfer ausgebildet werden und Erste-Hilfe-Medikamente zur Verfügung stehen. Weil Menschen vielerorts nach einem Biss traditionelle Heiler aufsuchen, sollen diese geschult werden und die Patienten bei alarmierenden Symptomen in Spitäler schicken. Die WHO will auch die bisher völlig unzureichende Produktion von Gegengift fördern.

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