Sa, 25. Mai 2019
06.05.2019 11:39

Nervenlähmung vermutet

Litt Leonardo da Vinci im Alter an „Klauenhand“?

Der italienische Künstler und Erfinder Leonardo da Vinci könnte in seinen letzten Lebensjahren wegen einer „Klauenhand“ beim Malen eingeschränkt gewesen sein. Das legen jedenfalls medizinhistorische Untersuchungen der italienischen Ärzte David Lazzeri und Carlo Rossi nahe. Sie vertreten die Theorie, dass das Universalgenie an einer Nervenlähmung litt.

Bisherige Forschungen gingen davon aus, dass ein Schlaganfall zur Lähmung von Da Vincis rechter Hand geführt hatte. Der Chirurg Lazzeri und der Neurologe Rossi kommen hingegen zu dem Schluss, dass eine sogenannte Ulnaris-Lähmung den Renaissance-Maler beeinträchtigte, wie sie in der britischen Fachzeitschrift „Journal of the Royal Society of Medicine“ berichten.

Sie stützen sich dabei auf eine Kreidezeichnung des lombardischen Künstlers Giovanni Ambrogio Figino, die den Künstler in höherem Alter zeigt. Darauf ragt seine rechte Hand aus der Kleidung hervor, die Finger sind gekrümmt. Nach einem Schlaganfall hätte die Hand aber geballt sein müssen, schreibt Lazzeri in dem Artikel. Die Haltung erinnere eher an eine sogenannte „Klauenhand“, so die Mediziner.

Blieb die „Mona Lisa“ deshalb unvollendet?
Dies könne erklären, warum er in seinen letzten fünf Jahren als Maler „zahlreiche Gemälde unvollendet ließ“, obwohl er weiterhin unterrichtete und zeichnete, schreiben die Ärzte. Auch sein berühmtestes Werk, die Mona Lisa (Bild unten), blieb unvollendet. Da Vinci war demnach zwar noch in der Lage, mit der linken Hand zu zeichnen, konnte aber seine Malpalette mit der rechten Hand nicht mehr halten. Einer Studie von Forschern aus Florenz zufolge konnte da Vinci mit beiden Händen gleichermaßen schreiben, zeichnen und malen.

Berühmtester Universalgelehrter aller Zeiten
Der Maler und Schöpfer der weltberühmten „Mona Lisa“ (Bild oben), Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Italien und Frankreich haben am Donnerstag gemeinsam die Feierlichkeiten anlässlich des 500. Todestags des Künstlers und Erfinders eingeläutet. Da Vinci war 2. Mai 1519 auf dem französischen Schloss Clos-Luce in Amboise an der Loire gestorben.

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