27.04.2019 06:01 |

Neue Richtlinien

US Navy will Ufo-Sichtungen künftig ernst nehmen

Die US-Marine will künftig Ufo-Sichtungen ihrer Mitarbeiter ernst nehmen: Die Navy erarbeite derzeit neue Richtlinien für Piloten und anderes Personal, um Begegnungen mit „nicht identifizierten Flugzeugen“ zu melden, berichtet das renommierte US-Politikmagazin „Politico“. Damit wolle man den formellen Prozess der Sammlung von Daten und die Analyse „unerklärter Sichtungen“ zukünftig erleichtern, heißt es in dem kürzlich veröffentlichten Bericht der United States Navy.

Der bislang nicht öffentlich gemachte Schritt sei eine Reaktion auf eine Reihe von Sichtungen unbekannter, hochentwickelter Fluggeräte, die in eigentlich von Navy-Kampfgruppen und anderen militärischen Formationen kontrollierte sensible militärische Einrichtungen eingedrungen seien, berichtet „Politico“.

„Aus Sicherheits- und geheimdienstlichen Gründen nimmt die U.S. Navy (aber auch die U.S. Air Force) diese Berichte sehr ernst und untersucht jeden einzelnen“, zitiert das Magazin wörtlich aus dem Bericht. Laut einem ehemaligen hochrangigen Vertreter des Pentagon sollen immer wieder „kleine, kugelförmige Objekte in Formation“ und „weiße, Tic-Tac-förmige Fluggeräte“ gesichtet worden sein. Die Piloten würden das jedoch häufig nicht melden, weil sie um ihre Karriere fürchteten, heißt es.

Kampfjet filmte 2015 Ufo über US-Ostküste
Erst im Vorjahr hat das Pentagon spektakuläre Aufnahmen eines Ufos veröffentlicht, die US-Kampfpiloten 2015 an der amerikanischen Ostküste gemacht haben. Sie zeigen ein mysteriöses Objekt, das von oben rechts nach links unten über den Bildschirm des Bordkamerasystems einer F/A-18 Hornet der U.S. Navy rast (siehe Video unten). Es war der bereits dritte Videomitschnitt, der von US-Abfangjägern aufgezeichnet und offiziell veröffentlicht wurde.

In dem Clip, den die private Organisation To The Stars Academy (TTSA), die sich der Untersuchung solcher Vorfälle verschrieben hat, veröffentlichte, ist zu sehen, wie das Ufo (im Bild oben rot markiert) mit extrem hoher Geschwindigkeit über die Meeresoberfläche rast.

Pentagon forschte jahrelang heimlich nach UFOs
Bereits Ende 2017 war bekannt geworden, dass das Pentagon, der Hauptsitz des US- Verteidigungsministeriums, jahrelang in aller Stille Berichten über mysteriöse Flugobjekte oder UFOs (unidentifizierte/unbekannte Flugobjekte) nachgegangen ist. Dabei wurden Beobachtungen „unnormaler Flugzeuge“, die Militärpiloten gemacht hatten, dokumentiert und ausgewertet. Diese Forschung war den USA insgesamt 22 Millionen Dollar (umgerechnet 19,7 Millionen Euro) wert.

Angaben von „Politico“, der „New York Times“ und der „Washington Post“ zufolge bestätigten Pentagon-Vertreter die Existenz des Advanced Aerospace Threat Identification Program (Programm zur Identifizierung von Bedrohungen im Luft- und Weltraum) von 2007 bis 2012. Dann sei die Finanzierung eingestellt worden. Die Mittel dafür seien im Verteidigungshaushalt versteckt gewesen und nur wenige Menschen hätten von dem Programm überhaupt gewusst, heißt es.

Ufo-Sichtungen über Jahrzehnte dokumentiert
Geleitet wurde das Programm den Angaben zufolge von Luis Elizondo, einem militärischen Geheimdienstbeamten. Das meiste Geld sei an das vom Milliardär Robert Bigelow betriebene Forschungsunternehmen Bigelow Aerospace geflossen, eine Firma, die Module für Raumstationen herstellt. Sie habe mindestens einen - 490 Seiten langen - Bericht angefertigt. In diesem sollen UFO-Beobachtungen in den USA und vielen anderen Ländern über mehrere Jahrzehnte hinweg beschrieben worden sein.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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