Mi, 24. April 2019
16.04.2019 13:30

Lopatka-Prozess

Tochter und Ex-Frau sagen aus

Am Dienstag wurde der Prozess gegen Eduard Lopatka im Grazer Staflandesgericht fortgesetzt. Ihm wird vorgeworfen, jahrelang seine vier Kinder gequält zu haben. Nun wurden seine Tochter und Ex-Frau befragt.

Nach dem Beginn der zweiten Auflage des Prozesses gegen Eduard Lopatka, folgte nun die Fortsetzung mit der Befragung der Tochter und der Ex-Frau. Dem Arzt wird vorgeworfen, jahrelang seine vier Kinder gequält zu haben. Er soll sie durch Selbstmorddrohungen und -verletzungen verunsichert und durch abfällige Bemerkungen gekränkt haben.

Gespräch unter Tränen
Zwei Töchter und sein Sohn wurden bereits gehört, nun folgte die Befragung der dritten Tochter. Die mittlerweile 29-Jährige wirkte sehr mitgenommen und weinte nahezu während des gesamten Gesprächs mit dem Richter.„Ich habe heute noch Angst vor ihm“, gab die Zeugin über ihren Vater zu Protokoll. „Weil ich gehört habe, dass er sich eine Schusswaffe gekauft hat, weil er Sprengstoff hat, weil er Säure für der Mama ihr Gesicht gekauft hat, weil er unser Haus sprengen will“, brach es auch der jungen Frau heraus.

Drohungen als Manipulation
Die Selbstmorddrohungen des Vaters versetzten sie in Angst und Schrecken als sie ein Kind war. Sie schilderte, dass er einmal vor der Schlafzimmertüre gestanden sei und sich eine Waffe an die Schläfe gehalten hatte. Sie habe geschrien „Bitte Papa tu‘s nicht“. Später erkannte sie, „es war nur Manipulation, er wollte sich eh nie umbringen“, war sie bei ihrer Befragung überzeugt.

Trotzdem geliebt
Trotz aller Probleme habe sie „ihn vergöttert“, er sei ihr „halbes Herz“ gewesen. „Ich bin ihm als Einzige immer nachgelaufen, wenn er weggegangen ist, ich wollte eine gute Tochter sein.“ Der Mutter durfte sie nie etwas erzählen, der Vater redete ihr ein, dass sich diese dann scheiden lassen würde. „Ich habe gedacht, wenn sich die Mama scheiden lässt, bringt er sich um.“

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