10.04.2019 06:00 |

Weil er Handy verlor

Grazer erfand Überfall unter Namen seines Bruders

Zum vierten Mal wurde heuer in Graz ein Raubüberfall erfunden, zuletzt von zwei Arbeitslosen, die einer Versicherung die Kosten für ein Handy herauslocken wollten. Ein Verdächtiger gab sich mit dem Namen seines Bruders aus, worauf der ahnungslose Grazer von der Polizei zum Lokalaugenschein abgeholt wurde.

Die Verdächtigen, 20 und 21 Jahre alt, hatten sich in der Nacht auf 31. März mit Freunden in einem Hotelzimmer in Graz-Puntigam getroffen und dort reichlich Drogen und Alkohol konsumiert. Dabei verlor der Jüngere sein Handy - und das, so sein Plan, sollte ihm nun die Versicherung durch ein nagelneues ersetzen.

In der schmalen Berschenygasse hatte er die Idee, einen Überfall zu erfinden. Unterstützt wurde er von seinem 21-jährigen Freund. In getrennten Befragungen gab jeder der beiden den einstudierten Sachverhalt zum Besten, kurz nach vier Uhr früh von drei Unbekannten mit Messern bedroht worden zu sein. Die Täter hätten das Mobiltelefon sowie 100 Euro geraubt.

Bruder plötzlich von Polizei abgeholt
Aus Angst vor möglichen polizeilichen Konsequenzen - tatsächlich war der unstete Grazer zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben - gab sich der 21-Jährige mit dem Namen seines älteren Bruders aus und behauptete, „seine“ Freundin habe ihn mit dem Auto nachts nach Puntigam gebracht. Die dermaßen angeschwärzten Personen sind unbescholten und wunderten sich, als sie die Polizei zu einem Lokalaugenschein abholte.

Der Betrug flog auf, der 21-Jährige und sein Freund verwickelten sich in Widersprüche und gestanden, den Raub fingiert zu haben. Dadurch lösten sie die umfangreichen Erhebungen aus.

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