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Fuchs, Hase, Bussard tot: War es Gift?

Geschockt sind Spaziergänger, Wanderer und auch Waidmänner: In Revieren im Waldviertel scheinen Wildtiere von Unbekannten vergiftet worden zu sein. Nach verdächtigen Funden ermittelt jedenfalls die Polizei. Experten gehen davon aus, dass gewissenlose Tierhasser wieder das verbotene Gift Carbofuran eingesetzt haben. Spezialermittler sollen den Tätern das Handwerk legen

Ein toter Seeadler Anfang des Jahres in Rabesreith war der Beginn der beängstigenden Serie: Experten der Veterinärmedzinischen Uni in Wien und aus München stellten fest, dass das streng geschützte Tier durch das Gift Carbofuran ums Leben kam. Dadurch alarmiert streiften jetzt zwei freiwillige Helfer des Vereins BirdLife durch den grünen Forst und suchten nach weiteren unheilbringenden Giftködern. Dabei entdeckte einer der Männer in der Riede Oberfeld bei Schaditz einen verendeten Mäusebussard. Am Tag darauf stießen die Umweltschützer in einem Nachbarrevier auf weitere tote Wildtiere. Der Verdacht liegt nahe, dass der Fuchs, der Hase und der Steinmarder ebenfalls vergiftet worden sind. Wobei zwei Tiere wohl schon längere Zeit verendet waren.

Die Kadaver werden nun ebenfalls auf Giftrückstände untersucht werden. Nach den Funden wurde die nähere Umgebung nach gefährlichen Ködern abgesucht - ohne Erfolg. „Wir konnten auch keine weiteren verendeten Wildtiere finden“, heißt es. Nun warten Jäger, Tierschützer und Bürger gespannt auf das Ergebnis der Untersuchungen. Die Fälle erinnern an ähnliche Straftaten im Weinviertel: Zuletzt fielen - die „Krone“ berichtete - vor allem im Raum Zistersdorf Tiere dem tückischen Carbofuran zum Opfer. Der Wiener Tierschutzverein hat 3000 Euro Belohnung für Hinweise, die zu dem skrupellosen Täter führen ausgelobt. „Hier wird eine Gefahr für die Umwelt und die Allgemeinheit herbeigeführt. Es ist wichtig, dass sich eine Task Force um die Aufklärung der Fälle kümmert“, hieß es.

Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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