01.04.2019 12:07 |

Comics zum 1. April!

„Joker“: Der Clownprinz des Verbrechens

Rechtzeitig zum Tag der Narren und Streiche, dem 1. April, werfen wir einen langen Blick auf einen der vielfältigsten Bösewichte des Comicuniversums. Doch was macht den Reiz dieses grausamen-gruseligen Bösewichts aus und wo fängt man bei ihm an? Wir stellen Ihnen eine Topauswahl an Lesestoff vor.

Angeblich basiert die Figur des Jokers auf der Figur des Gwynplaine aus dem Film „The Man Who Laughs“ aus dem Jahr 1928. Die Ähnlichkeit kann man wohl auch nicht leugnen. Seinen ersten Auftritt hatt der Clownprinz des Verbrechens im Batman #1 aus 1940. Es war der erste wiederkehrende Bösewicht der Serie. Eine eigene Ursprungsgeschichte bekam der lachende Psychopath erst ganze elf Jahre später.

Ebenso vielfältig wie sein wahrer Name sind auch die berühmten Schauspieler die ihn gespielt haben. Jack Nicholson, Heath Ledger, Cesar Romero und ungeschlagen als Synchronstimme: Mark Hamill. Dieses Jahr folgt sogar eine Verfilmung mit dem Golden-Globe-Preisträger Joaquin Phoenix. Auch rund um seinen Lebenslauf gibt es immer wieder Neuinterpretationen, in den meisten Fällen nehmen die AutorInnen Bezug auf den berühmten Comicband „The Killing Joke“. Aber auch andere Comics haben sich ihren Platz in unserer Vorstellung verdient und bieten einen guten Startpunkt für eine Reise in das wohl verrückteste Gehirns des DC-Universums. 

„Der dunkle Prinz“ 
In der Manier frankobelgischer Meister hat der Autor und Zeichner Enrico Marini („Scorpion“, „Die Adler von Rom“) einen Zweibänder im Albenformat rund um den dunklen Ritter erschaffen. Während der Comic sogar in den USA ein großer Erfolg wurde, sind es doch stark europäische Einflüße die ihn so besonders machen. Es ist eine tragische Geschichte mit Bruce Wayne, den ewigen Playboy, und seinem Widersacher Joker im Mittelpunkt. Dieser hat ein kleines Mädchen entführt, doch warum ist sie für Batman so wichtig und warum schaut der Joker so gut im kurzen Rock aus? Fantastische Aquarelle in hochwertiger Aufbereitung, eine definitive Kaufempfehlung.

Marini, Teil1: ISBN: 978-3-74160-733-2 Teil 2: 978-374160-734-9, Panini Verlag

„Arkham Asylum: Ein düsteres Haus in einer finsteren Welt“
Oft wird die Geschichte von Batman mit der von Alice im Wunderland verglichen. Sie Beide stolpern in eine verrückte, bunte Welt voller Gefahren und Gefährten. „Arkham Asylum“, der Comic - der als eindrücklicher Wegbereiter, rund um die Geschichte Gotham‘s Irrenanstalt - gilt ist ein packendes, wie gruseliges Drama. Parallel begleiten wir den Erbauer der Heilanstalt, Amadeus Arkham, wie die Fledermaus durch die alten Mauern. Beide auf der Suche, Beide auf der Jagd. Dieser Comic ist definitiv nichts für schwache Nerven und ist gleichermassen, der wohl verlockenste aller Kaninchenbaue. Die Zeichnungen von Dave McKean („Sucker Punch“, „Sandman“) lassen einen zuerst erschrecken und dann noch tiefer fallen, Grant Morrison („Batman RIP“, „Doom Patrol“) versteht vielverschachtelte Geschichtshandlungen aufzubauen wie kein Anderer.

Morrison/McKean, ISBN: 978-3-86607-824-6, Panini Verlag

„Der Tod der Familie
Das Comic-Dreamteam Scott Snyder („American Vampire“, „Voodoo Heart“) und Greg Capullo („Haunt“, „Reborn“) ist seit einigen Jahren in aller Munde. Gerade die Reihe während des sogenannten „New52“ hat ihnen viel Lob eingebracht. Mit Capullo‘s klaren Linien und Snyder‘s verschwörerischer Erzählungen bekam noch jeder Leser Gänsehaut. In diesem Band geht es auch zum ersten Mal nicht um den sogenannten „Rat der Eulen“, sondern um einen sehr eifersüchtigen Joker. „Sie verstehen dich nicht so wie ich, Batsie..“ säuselt er, während er nach und nach Jagd auf die erweiterte Bat-Familie macht. Ein spannender Thriller, mit Tanzszenen.

Snyder/Tynion IV/Capullo, ISBN: 978-3-95798-172-1, Panini Verlag

„Killing Joke - Tödlicher Witz“
Dieser Comic ist wohl einer der meistumstrittensten Machwerke von Alan Moore („Watchmen“, „V wie Vendetta“). Was ein Batman-Comic sein könnte, präsentiert hier eine Joker-Geschichte samt moralischem Dilemma. Ja, sogar zwei Lesearten bieten sich an und damit bleibt die endgültige Entscheidung ebenso dem Leser überlassen. In enggedrängten Panels zeichnet Brian Bolland die Geschichte eines jungen Komikers, der auf Abwege gerät. Seine Frau ist schwanger, seine Witze nicht gut. Zeitgleich sehen wir jedoch einen Mann im Hawaiihemd an die Tür von Barbara Gordon, die Tochter des Polizeikommisars James Gordon, klopfen und wir wissen, diese Geschichte wird nicht gut ausgehen. Und warum ist das alles so irrsinnig komisch?

Moore/Bolland, ISBN: 978-3-74160-015-9, Panini Verlag

Joker Anthologie
Panini bringt bereits seit einigen Jahren Anthologien mit Schwerpunkten um Bösewichte und Superhelden von DC und Marvel heraus. Eine sehr erfolgreiche Reihe, der sich natürlich auch Joker angeschlossen hat. So wie alle anderen Cover der Reihe von dem großartigen Alex Ross („Kingdom Come“, „Marvels“) gezeichnet, überzeugt auch diese Sammlung mit der Auswahl der Geschichten. Das erste Auftreten des Clowns, das Aufeinandertreffen mit dem berühmten Red Hood und tragische Geschehnisse rund um einen bestimmten Jason Todd, findet man dort ebenso wie Romanzen mit Harley Quinn.

Besonders namhaft: Kane/Finger/ O‘Neil, ISBN: 978-3-95798-353-4, Panini Verlag

„Mein erster Comic: Batman gegen den Joker“
Hierbei handelt es sich um eine Einstiegerserie, die für Kinder ab 8 Jahren geeignet ist. In diesem Band geht es natürlich um den dunklen Ritter im ewigen Clinch mit dem Joker. Ganz in der Manier des animierten Filmes „Batman vs. Dracula“ präsentieren sich die Zeichnungen sehr cartoonhaft, der Comic an sich unterteilt sich in drei verschiedene Geschichten. Das gibt Kindern Zeit zu pausieren, aber auch die Möglichkeit mehr von den verschiedenene Figuren und Schauplätzen mitzunehmen. Welt retten? Aber bitte kindgerecht.

Matheny/Torres/Jones, ISBN: 978-3-74161-143-8, Panini Verlag

Die Leseempfehlungen sind in Zusammenarbeit mit Amazon entstanden, die Mehrzahl der Comics aus dem Batman-Universum sind beim Panini Verlag aufgelegt worden.

Anna Krupitza
Anna Krupitza
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