27.03.2019 07:00 |

Wallner-Abschied

„Tor gegen Oli Kahn bleibt in ewiger Erinnerung“

Mit 37 Jahren hängte Roman Wallner am Dienstag seine Fußballschuhe an den Nagel. Der Kult-Stürmer über prägende Karrieremomente, sein schönstes Länderspieltor, das Trainergeschäft und seine letzte Station Grödig.

Roman, nach 22 Profi-Jahren hast du mit 37 die Karriere im Dress des SV Grödig beendet. Warum jetzt unmittelbar nach dem Frühjahrsstart in der Westliga?

Ich habe länger überlegt. Aber jetzt ist der beste Moment zum Aufhören. Ich werde nicht jünger, der Körper gibt Zeichen. Und für den Klub ist es kein schlechter Zeitpunkt. Es gibt durch die Ligareform keinen Absteiger, also sollte man den Jungen die Chance geben.

Du bist gebürtiger Grazer, willst du in Salzburg bleiben?

Bis Sommer sicher. Weil ich als Coach im Salzburger Schulsportmodell noch weitermache, da unter anderem auch Talente aus Grödig trainiere. Das ist mir ein Anliegen und macht mir Spaß.

Wäre der Trainerjob für dich generell vorstellbar?

Das Trainergeschäft an sich reizt mich sehr. Ich habe auch die A-Lizenz. Aber ich bin für viele Dinge offen, mache ein Fernstudium in Sportmanagement an der deutschen Sportakademie. Langweilig wird mir nicht.

Du hast bei allen großen heimischen Klubs und in vielen Ländern gespielt. Welche Momente sind besonders in Erinnerung geblieben?

Sicher als ich mit 16 bei Sturm Graz in der Champions League reingekommen bin. Auch die Meistertitel mit Austria und mit Salzburg, als ich im entscheidenden letzten Spiel getroffen habe. Oder als wir mit Innsbruck gegen den WAC den Nicht-Abstieg fixiert haben.

Und im Nationalteam, für das du 29 Mal gespielt hast?

Das Tor gegen Oliver Kahn gegen Deutschland, auch wenn wir verloren haben. Am meisten weitergebracht haben mich ohnehin die Erfahrungen, die nicht so angenehm waren. Ich war ja auch mal ein halbes Jahr gesperrt. Aber im Sport lernst du in kurzer Zeit praktisch alles kennen, er ist eine sehr schnelle Lebensschule.

Deine Zeit bei Grödig?

Grödig war nach Rapid mit vier Jahren für mich die längste Station. Ich habe bis zum Schluss gerne gekickt. Ich bewundere, was Christian Haas da gemacht hat, mit welcher Liebe etwa auch Zeugwart Rudi dort arbeitet. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt.

Herbert Struber
Herbert Struber
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