12.03.2019 18:09 |

Abkommen unterzeichnet

Größtes Radioteleskop der Welt wird Wirklichkeit

Sieben Staaten haben ein Abkommen zur Realisierung des größten Radioteleskops der Welt unterzeichnet. Eine zwischenstaatliche Organisation soll nun für die Auslieferung und für den Betrieb des Square Kilometre Array (SKA) zuständig sein, teilte das SKA-Leitungsgremium nach einem Treffen in der italienischen Hauptstadt Rom mit.

„Heute haben wir den Grundstein dafür gelegt, um das SKA schließlich Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Catherine Cesarsky, die Vorsitzende des SKA-Leitungsgremiums. Das SKA wird künftig die größte Wissenschaftseinrichtung weltweit sein, die geplante Infrastruktur reicht über drei Kontinente auf der Nord- und Südhalbkugel.

Tausende Einzelantennen und Spiegel
Zwei Beobachtungsnetzwerke mit Hunderten Parabolspiegeln und Tausenden Einzelantennen sollen sich den Planungen zufolge über Hunderte Kilometer in Australien und Südafrika erstrecken. Verträge in Höhe von etwa 700 Millionen Euro zur Konstruktion des SKA sollen ab Ende 2020 an Firmen und Anbieter in den Mitgliedsstaaten des SKA gehen.

Zu den Unterzeichnern zählen Australien, China, Italien, die Niederlande, Portugal, Südafrika und Großbritannien. Auch Indien und Schweden streben dem SKA-Gremium zufolge eine Beteiligung an, wofür aber noch interne Abstimmungen ausstünden.

Teil der Anlage in Australien steht schon
Die radioastronomische Forschergemeinschaft hierzulande sei aber interessiert an einer Teilnahme und beteilige sich an Vorläuferprojekten wie dem gerade eröffneten MeerKAT-Radioteleskop (Bilder unten) in Südafrika, hieß es vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn. In Australien ist bereits im Oktober 2012 ein Teil der Anlage - das „Australian Square Kilometer Array Pathfinder“ - in Betrieb genommen worden.

Blick bis fast zurück zum Urknall möglich
Nach der Fertigstellung soll das Square Kilometre Array bis zu 100 Mal empfindlicher sein als jedes andere Radioteleskop und fast bis zum Urknall zurück ins All blicken können. Die schnellsten Supercomputer der Erde seien nötig, um die bisher unerreichte Fülle von Beobachtungsdaten verarbeiten zu können, hieß es am Dienstag.

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