10.03.2019 19:00 |

Eine Kunstfigur

Mit Hip Hop-Beats gegen Vorurteile - „Ian Jules“

Kärnten hat seine eigene Kunstfigur! Der Klagenfurter „Ian Jules“ kämpft mit seiner Musik gegen Vorurteile und für mehr Aufgeschlossenheit anderen gegenüber.

Dass viele denken, er sei ein Spinner, ist Ian bewusst. Androgyn, getigert, mit Nagellack oder prächtigem pinken Outfit halten ihn manche außerdem für schwul. „Bin ich nicht“, meint Ian. „Es stört mich nicht, wenn die Leute das glauben.“ Verletzen können ihn nur Anfeindungen und gemeine Äußerungen.

Anfeindungen verletzen
Den Gegenwind spürt er öfter aus der jungen als aus der älteren Generation. „Seine Senioren“ sind da weit aufgeschlossener. Sie stoßen sich meist weder am Look des Altenpflegers noch an seinen vielen Tattoos. „Nur die Ohrentunnel mögen manche nicht“, gesteht er. Und ein, zwei Leute haben deshalb zum Ausdruck gebracht, dass sie lieber einen anderen Betreuer hätten.

Ian: „Diese Ehrlichkeit ist ohne Anfeindung, sie kränkt mich nicht.“ Was ihn im Alltag oft belastet, vergisst er auf der Bühne: „Es ist großartig, wenn das Publikum mitsingt. Manche erzählen mir, dass meine Songs ihre Fröhlichkeit noch aufheizt. Andere, dass sie die Traurigkeit verstärken können, Was sie heilsam fanden. Und das ist doch großartig.“

Partner mit Maske
Sein Bruder und Partner„Phips McCloud“ zeigt zwar auf der Bühne wenig von sich - er tritt prinzipiell nur in Maske auf - teilt aber mit Ian den Wunsch, anderen zu helfen. „Er hat kürzlich seine Ausbildung abgeschlossen. Er begleitet und unterstützt Beeinträchtigte und Behinderte im Alltag.“

In den Charts vor Sido
Musikalisch hat Ian gerade groß gepunktet: Seine neue Single „Symphony“ hat es österreichweit - noch vor Sido! - an die Spitze der Hip Hop-iTunes Charts und Platz 15 der allgemeinen Charts gebracht. „Die nächsten Songs erscheinen schon bald.“ Videos wie etwa „Roses“ von Ian Jules seht Ihr auf YouTube.

Serina Babka
Serina Babka
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