05.03.2019 07:26 |

Steiermark:

Keine Strafzahlungen für Wanderer mit Flipflops

Das soeben erlassene Flipflop-Verbot in Italien (siehe Seiten 14/15) beschäftigt auch die Steirer: Während die Bergrettung betont, auf Prävention und Eigenverantwortung zu setzen, wird bei so manchem Touristiker der Geschäftssinn geweckt. So überlegt man etwa in der Dachstein-Region einen großen Schuhverleih zu eröffnen.

„Ich hab’ am Dachstein schon alles gesehen!“, lacht Planai-Geschäftsführer Georg Bliem. „Blutige Zehen von Flipflops zum Beispiel; viele rechnen nicht damit, dass oben am Gletscher Schnee liegt und auch spitze Steine rausschauen können“, erzählt der Ennstaler Touristiker aus seinem reichen Erfahrungsschatz.

Freche Wanderer
Michael Miggitsch, Landesleiter der steirischen Bergrettung, kennt die Problematik ebenso: „Sehen tut man so einiges, manche sind sogar barfuß unterwegs. Früher hab’ ich die Leute freundlich darauf hingewiesen, dass sie ungeeignetes Schuhwerk tragen. Nachdem ich aber immer schärferen Gegenwind bekomme, habe ich damit aufgehört, heute halte ich meinen Mund“, sagt der 61-Jährige.

Prävention als vorbeugende Maßnahme
Trotzdem die Zahl der Rettungseinsätze steigt, wollen die Helfer von Strafzahlungen nach italienischem Vorbild nichts wissen: „Wir halten es beim Wandern ähnlich wie beim Tourengehen und setzen auf Prävention und Eigenverantwortung“, betont der Bundesgeschäftsführer des Österreichischen Bergrettungsdienstes, Martin Gurdet.

Die meisten gut ausgerüstet
„Zudem muss man sagen, dass die Mehrheit sehr gut ausgerüstet ist“, betont der Profi.

Ein neuer Schuh-Verleih zur Unfallvermeidung
Um Schlimmeres zu vermeiden, überlegt man bei der Talstation der Dachstein-Gondel einen Schuhverleih zu eröffnen: „Vom Kitzsteinhorn wissen wir, dass vor allem Gäste aus dem arabischen Raum dankbar auf ein solches Angebot reagieren. 90 Prozent der Kunden kaufen die Schuhe dann sogar auch noch“, erzählt Georg Bliem.

Versicherung zahlt
Übrigens: „Die Wahl des falschen Schuhs hat in Österreich keinen Einfluss darauf, ob die Unfallversicherung leistungspflichtig wird“, so die Info der Uniqa auf Anfrage der „Steirerkrone“.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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