19.02.2019 09:00 |

Innsbrucker Bogenmeile

Waffenverbotszone geht wohl in die Verlängerung

Mit 1. Dezember 2018 wurde die Innsbrucker Bogenmeile zur ersten Waffenverbotszone in ganz Österreich ausgerufen - mit Ende Februar läuft die zeitlich beschränkte Verordnung aus. Nun deutet aber alles darauf hin, dass sie in die Verlängerung geht - und sogar noch auf den Bereich Hauptbahnhof ausgeweitet wird.

Am 25. November, kurz nach 1 Uhr nachts: Nur wenige Tage vor dem Inkrafttreten der Waffenverbotszone wird am Anfang der Bogenmeile ein 21-jähriger Vorarlberger von einem zunächst noch Unbekannten mit einem Messer kaltblütig niedergestochen. Das Opfer, Michael P., erlag kurze Zeit später in der Klinik seinen schweren Verletzungen. Der mutmaßliche Täter: ein 24-jähriger Afghane, der in U-Haft sitzt und bis heute alles abstreitet.

1. Dezember, pünktlich um Mitternacht: Die Waffenverbotszone (die Planung war zum Zeitpunkt der Bluttat schon abgeschlossen) tritt in Kraft. Ab sofort war es laut Verordnung verboten, diese Örtlichkeit „mit Waffen oder Gegenständen, die geeignet sind und den Umständen nach dazu dienen, Gewalt gegen Menschen oder Sachen auszuüben, zu betreten“.

17 Festnahmen in drei Wochen
Die Folge war eine ganze Reihe von Schwerpunkteinsätzen. Allein bis Weihnachten wurden 400 Personen überprüft, 31 Verdächtige explizit nach Waffen durchsucht - in zwei Fällen kam es zu Sicherstellungen von Messern. 17 Personen wurden vorläufig festgenommen - etwa wegen Gerichtsdelikten oder Verwaltungsübertretungen.

Notwendigkeit gegeben
Weiteres Zahlenmaterial zu den darauffolgenden Einsatznächten und eine Gesamtbilanz will die Polizei erst Ende Februar bekannt geben. Alles deutet aber darauf hin, dass mit Ablauf der Frist am 28. Februar nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. „Momentan werden die Einsatzzahlen und die Gesamtsituation in der Bogenmeile genau analysiert. Nach derzeitigem Stand wird die Waffenverbotszone verlängert, weil wir eine Notwendigkeit dafür sehen“, schildert Johannes Freiseisen, Leiter der sicherheitspolizeilichen Abteilung, auf „Krone“-Anfrage.

Ausweitung auf Bahnhof
Davon abgesehen wird seit einigen Wochen auch eine solche Verbotszone im Bereich des Innsbrucker Hauptbahnhofs geprüft. Was ist hier der aktuelle Stand der Dinge? Freiseisen: „Hierzu haben wird bereits alle Zahlen, Daten und Fakten vorliegen. Eine Entscheidung wird in der kommenden Woche gefällt. Es gab dort aber über einen gewissen Zeitraum Vorfälle, die von Gesetzes wegen geeignet wären, dort eine weitere Waffenverbotszone zu verordnen.“ Einfach ausgedrückt: Auf den ersten Blick scheinen auch dort die Voraussetzungen für eine Verbotszone gegeben ...

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