18.02.2019 10:41 |

Einsatz in Costa Rica

Zivildiener rettet in den Tropen Vogelbabys

Scharfen Chili direkt von der Schote mahlen, in der Gluthitze von 40 Grad Bäume für einen neuen Regenwald pflanzen, frisch geschlüpfte Vogelbabys retten - das sind die Aufgaben von Simon Heindl aus Breitenfurt in Niederösterreich. Der 20-Jährige leistet derzeit seinen Zivildienst im fernen Costa Rica ab, im Dienste von Mutter Natur. 

Der Österreichische Auslandsdienst ermöglicht ihm – wie Dutzenden anderen jungen Männern auch –, den Zivildiensteinsatz fern der Heimat zu leisten. In diesem Fall in der rot-weiß-roten Tropenstation La Gamba. Wünsche werden ja doch manchmal wahr. „Schon mit acht Jahren wollte ich einmal in den Regenwald und exotische Tiere aus nächster Nähe bewundern“, schildert der engagierte Naturschützer aus Niederösterreich. Vor fünf Monaten war er aus der Heimat losgeflogen, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen. Ursprünglich sollte es nach Nicaragua gehen. Doch wegen der unruhigen politischen Lage entschied der Auslandsdienst mit seinem engagierten Leiter Andreas Maislinger, den Zivildiener ins sichere Costa Rica zu entsenden.

Simon bewacht auch ein Vogelnest
Dort hat sich der schon fast fließend Spanisch sprechende Simon trotz oder gerade wegen des tropischen Klimas bestens eingelebt und ist in der Tropenstation der Liebling. Aufforstung einst gerodeter Regenwälder und die Betreuung biologischer Permakultur gehören hier zu seinen Hauptaufgaben. Zur Stunde wacht Simon über das Nest eines Ziegenmelker-Weibchens, das ein Junges bereits ausgebrütet hat und das andere noch aus dem Ei locken muss. Anschließend geht es in die ökologische Chili-Kultur, wo der junge Zivi Scharfes zur eigenen Habanero-Schokolade-Spezialität mixt. Alles im Dienste des globalen Klimaschutzes!

Mark Perry, Kronen Zeitung

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