16.02.2019 12:00 |

Polizeischüler

Weiter Chaos um die Aufnahmetests

Er ist gültig. Nein ist er nicht, doch er ist schon gültig! Verfolgt man das Theater um die Aufnahme-Tests bei der Polizei, kann einem angst und bang um die Sicherheit werden. Laut Innenminister brauchen 70 Bewerber, die 2018 den Test bestanden haben, diesen nicht wiederholen. Nun hapert es bei den Ausbildungsplätzen.

Weil man dringend neue Polizistinnen und Polizisten sucht, hat der Innenminister die Aufnahme-Kriterien mit 1. Jänner abgesenkt. Die schwierigeren Aufnahmeprüfungen, die 2018 absolviert wurden, hatte er für ungültig erklärt. Erst nach den Berichten in der „Krone“ über diesen Schildbürgerstreich lenkte Kickl ein.

Jetzt gelten die Test plötzlich wieder, in Salzburg sind 115 Polizei-Anwärter betroffen. Doch auch sie sind mit der Ausbildung frühestens im Sommer 2021 fertig.

„Es weiß eigentlich keiner, wie es bei uns weiter geht“, so beschreibt FSG-Gewerkschafts-Chef Walter Deisenberger das Chaos um die Polizei-Aufnahmsprüfungen: „Für die 70 Bewerber, die 2018 erfolgreich die Prüfung abgelegt haben, gibt es bisher nur 28 Ausbildungsplätze ab dem 1. Juni. Und die 45, die nur Teile der Prüfung abgelegt haben, können wenigstens nach den alten Kriterien ihre Prüfung abschließen.“ Auch hier gelte die Übergangsfrist aber nur bis Anfang Juni.

42 haben bestanden aber keinen Schulplatz
Das heißt aber auch: Obwohl mindestens 42 weitere Anwärter auf den Polizei-Dienst schon im Vorjahr ihre Eignung bewiesen haben, hängen sie weiter in der Luft, können frühestens ab September mit einem Ausbildungsplatz rechnen.

Erlass für schnellere Aufnahmen fehlt noch
„Dabei sollten die Kriterien für das Aufnahme-Prozedere eigentlich beschleunigt werden“, so Gewerkschafter Deisenberger: „Doch bis heute fehlt ein Erlass dazu.“ Fest steht: So wird man wohl auch in Zukunft kaum den Personal-Notstand bei der Polizei abbauen. Auch im Internet machten angehende Polizeischüler ihrem Ärger Luft: „Was gilt jetzt? Sind die Kosten für Atteste umsonst gewesen. Und jetzt alles noch einmal? Ein denkbar schlechter Start für einen neuen Dienstgeber.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber

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