Mo, 25. März 2019
16.02.2019 09:15

Dritte Fahrspur

Ausbau der Autobahn bis Wildon ist auf Schiene

All jene, die oft im Stau stehen und nicht auf ihr Auto verzichten wollen oder können, wird die Nachricht freuen: Die A9 soll zwischen dem Knoten Graz-West und Wildon um eine Spur verbreitert werden, eine Machbarkeitsstudie der Asfinag spricht sich klar für diese Lösung aus. Noch heuer legt man mit den Planungen los. Gebaut werden soll allerdings erst 2025 und 2026.

Die Region südlich von Graz verzeichnet entlang der Pyhrnautobahn seit Jahren ein überdurchschnittlich starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, insbesondere rund um das Cargo Center. Dass dadurch auch auf den Straßen, ganz speziell auf der Autobahn, immer mehr los ist, ist nur eine logische Konsequenz.

Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht, die Regionalpolitiker machten Druck, daher handelte die Autobahngesellschaft Asfinag gemeinsam mit dem Verkehrsministerium. Eine Machbarkeitsstudie zur Verkehrsentlastung wurde in Auftrag gegeben: „Wir haben mehrere Möglichkeiten - wie etwa auch die Pannensteifen-Freigabe - geprüft“, erzählt der scheidende Asfinag-Service-Geschäftsführer Rainer Kienreich.

Anschlussstellen werden ausgebaut
Die Ergebnisse der Studie liegen seit Kurzem vor und wurden diese Woche auch den Verantwortlichen des Cargo Centers präsentiert. Kienreich: „In erster Konsequenz wird nun die Errichtung eines zusätzlichen Fahrstreifens zwischen dem Knoten Graz-West und Wildon in beiden Fahrtrichtungen empfohlen. Das ging eindeutig als beste und nachhaltigste Variante hervor. Der Umbau der Anschlussstellen Schachenwald, Kalsdorf und Wundschuh ist ebenso fix vorgesehen.“

Die Vorbereitungen sind laut Verantwortlichen schon „sehr weit gediehen“, darüber hinaus ist man bemüht, zügig weiter in Richtung Süden zu planen: „Es ist klar, dass wir handeln müssen. Ein weiterer Ausbau von Wildon bis Hengsberg und weiter bis Leibnitz ist Kernpunkt der zweiten Ausbaustufe“, betont Kienreich.

52 Millionen Euro
Hinsichtlich der Kosten gibt es eine erste grobe Schätzung: Das Mammutprojekt wird mit mehr als 52 Millionen Euro budgetiert. Die Kosten für den zweiten Abschnitt wären übrigens deutlich höher, insbesondere wegen einiger Brücken, die zum Teil neu gebaut werden müssten.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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