12.02.2019 07:20 |

Vogelart vor dem Ende

Blauracke in Bedrängnis: Ungarn um Hilfe angerufen

Nachbarschaftshilfe der anderen Art! Um die Blauracke vorm Aussterben zu retten, hat das Land Steiermark Ungarn um eine „Spenderpopulation“ gebeten. Trotz aller Bemühungen steht es allerdings sehr schlecht um die so genannte Mandelkrähe, 2018 gab es hierzulande erstmals kein einziges Brutpaar mehr.

Um all jene Vögel, die sich hauptsächlich von Großinsekten ernähren, steht es von Jahr zu Jahr schlechter. Weiß-grünes Paradebeispiel: die Blauracke. „Vor 50 Jahren war diese Art bei uns noch weit verbreitet. Klimawandel und Veränderungen in der Landwirtschaft gehen dem Vogel aber zunehmend an den Kragen“, weiß Gerhard Rupp vom Land Steiermark.

Erschwerend hinzu kommt bei der letzten österreichischen Restpopulation in der Südoststeiermark die genetische Verarmung aufgrund ihrer geografischen Isoliertheit.

Nachdem zuletzt nur noch etwa ein Dutzend Blauracken bei uns beheimatet war, wurde 2018 die schlimmste Befürchtung Realität: Erstmalig fand kein einziger Brutversuch mehr statt.

Rettende Idee: Küken einbürgern
Eine große Hoffnung ruht nun auf den Staaten Ungarn, Serbien und Kroatien, wo es noch viele so genannte Mandelkrähen gibt: „Der Plan ist, dort Küken zu entnehmen und einem heimischen Brutpaar ins Nest zu legen“, erklärt der Leiter der Naturschutzabteilung.

Allerdings gibt es noch Hürden zu nehmen. Zum einen kämpft man mit der Bürokratie (Tiertransportgesetz usw.), zum anderen setzt das Einbringen eines „Nestlings“ ein steirisches Liebespaar voraus. Rupp: „Wir hoffen stark, dass wir diesen schönen Vogel erhalten können.“

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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