Mo, 27. Mai 2019
08.02.2019 12:39

Liebe vorgegaukelt

Venusfalle beutete Wiener elf Jahre lang aus

Für ihn war sie die Liebe seines Lebens, für sie war er allerdings nur die „Weihnachtsgans“, die es auszunehmen galt. Und so ergaunerte eine heute 40-Jährige mit serbischen Wurzeln im Laufe der Zeit nicht weniger als 312.000 Euro. Bereits 2007 war der Wiener (54) in die Venusfalle getappt, aus der er sich jetzt befreite.

Sie spielte die Waffen einer Frau gekonnt aus - und das über elf Jahre hinweg. Auf der Suche nach einem Job lernte die Verdächtige ihr späteres Opfer kennen, gaukelte ihm persönliches Interesse vor. Im Laufe der Zeit kamen sie sich tatsächlich näher. Die beiden führten eine Beziehung, wobei die in Serbien geborene Frau gegenüber dem 54-Jährigen behauptete, nur gelegentlich im Land zu sein und sich daher nur monatlich mit ihm treffen zu können. Die österreichische Staatsbürgerin ist jedoch in Wien gemeldet und lebt auch hier, erläuterte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Freitag. Zum Pflegen der losen Beziehung trafen sie sich jedoch nur im öffentlichen Raum, nie in ihren Wohnungen.

Geld für angebliche Operationen benötigt
Näher kam die Frau allerdings vor allem dem Bankkonto des Opfers. Sie bettelte ihren Verehrer in vier großen Tranchen um Geld für unbedingt notwendige Operationen in ihrer alten Heimat an. Die Frau selbst, ihre Tochter und andere schwer kranke Verwandte müssten in Serbien unters Messer - und er bezahlte brav. Denn immerhin stellte die Venusfalle - sie gab sich um sechs Jahre älter aus als sie tatsächlich ist - sogar eine Hochzeit in Aussicht. Doch daraus sollte nichts werden ...

Nachdem der 54-Jährige insgesamt schon 312.000 Euro gezahlt hatte, wandte er sich vertrauensvoll an eine Freundin. Die roch den Braten sofort und schickte das Betrugsopfer zur Polizei. Die mutmaßliche Täterin wurde vorübergehend festgenommen und auf freiem Fuß angezeigt. Sie bestreitet die Vorwürfe und habe überhaupt nur kleine Summen erhalten.

Oliver Papacek, Kronen Zeitung/krone.at

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