Prozess um 4 Migranten

Erpresser forderten Gratis-Sex und Schutzgelder

2000 Euro Schutzgeld jeden Monat und kostenlosen Sex forderten vier Migranten am 16. Oktober vom Inhaber des Linzer Bordells „Moulin Rouge“. Sollte der Wirt nicht zahlen, würden sie sein Lokal verwüsten, anzünden und ihn spitalsreif prügeln, so ihre Drohung. Zwei Iraker (23 und 19) wurden nun zu Haftstrafen verurteilt.

Mustafa S. (23) war 2015 als Asylwerber nach Österreich gekommen. Der Iraker hat einen rechtskräftigen Aufenthaltstitel, lebt aber von der Sozialhilfe. Arbeiten kann er nicht, weil er Schmerzen hat. Dafür trinkt er gern Alkohol und geht ins Bordell. Im März 2018 saß er auch schon einmal im Gefängnis, nachdem er auf Polizisten losgegangen war.

Schulden und Drohungen
Im Linzer Rotlicht-Lokal „Moulin Rouge“ gilt er als unangenehmer Gast, weil er mehrfach um den Preis gefeilscht haben soll. Bei Bordell-Besitzer Christoph N. machte er 350 Euro Schulden, da er Rechnungen nicht bezahlte. Am 15. Oktober wurde der 23-Jährige vom Gastronomen via SMS aufgefordert, endlich die Außenstände zu begleichen.

Tschetschenen angeheuert
Mit Landsmann Ali A. (19), einem Asylwerber aus Ansfelden, und zwei Tschetschenen namens Omar und Mara suchte der Iraker kurz darauf das Bordell auf, wo sie Jägermeister tranken und Schutzgelder von N. zu erpressen versuchten. „Sie wollten 2000 Euro monatlich und kostenlosen Sex“, sagt er. Andernfalls würde er so verletzt, dass er sein Lokal nicht weiterführen könne und im Spital liegt. Das Bordell würden sie kurz und klein schlagen und anschließend abfackeln.

Fünf Monate „scharf“
Am Donnerstag mussten sich nur die Iraker vor einem Schöffensenat in Linz verantworten - die zwei Tschetschenen konnten bisher nicht ausgeforscht werden. Das Urteil: Jeweils 15 Monate Haft wegen Erpressung, aber nur fünf Monate davon unbedingt - rechtskräftig.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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