Fr, 22. Februar 2019
11.02.2019 08:00

Aufräum-KO(mma)NDO

Wie Marie Kondo unser Leben in Ordnung bringt

Die Japanerin Marie Kondo (34) sorgt für Ordnung in unserer Überflussgesellschaft. Sie räumt auf, wirft weg und trifft damit den Nerv unserer Zeit.

Marie Kondo fackelt nicht lang herum. Sie ist überzeugt davon, dass mit ihrer Methode nicht nur die Wohnung, sondern auch die Seele aufgeräumt wird und überhaupt gleich das ganze Leben nachhaltig verändert. Sie ist der Aufräumguru des Millenniumzeitalters. Ihre Bücher sind millionenfache Bestseller, das TIME Magazine zählt sie zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt und seit Jänner läuft „Aufräumen mit Marie Kondo“ als Serie bei Netflix. „Magic Cleaning“ heißen ihre beiden Bücher, ein drittes erscheint am 19. Februar und bringt die Konmarie-Methode als Manga (Comic).

Alles muss in einem Rutsch gehen
Marie ist nicht die erste, die Ratschläge zum Ausmisten und Aufräumen gibt. Was also ist so anders bei dieser zierlichen Japanerin, die sich stets nur mit weißem Oberteil zeigt? Es ist ihre Radikalität. Alles muss in einem Rutsch gehen. Nicht heute ein bisschen und morgen ein bisschen, nicht Zimmer um Zimmer, sondern alles auf einmal nach Kategorien (Kleider, Bücher, etc.) und Reihenfolgen (Oberteile, Unterteile, Papiere etc.).

Ausmisten als lustvolle Veranstaltung
So werden alle Pullover aus der ganzen Wohnung auf einen Haufen geworfen, jedes Stück wird einzeln in die Hand genommen und man fragt sich: Bringt es mir Freude? Wenn ja, wird es behalten, wenn nein, bedankt man sich bei dem Pulli („Du hast mir gute Dienste getan“) und wirft ihn weg.

„Aufräumen beginnt mit Wegwerfen“. Und Wegwerfen ist die Haupttätigkeit in diesem Ordnungssystem. Neuerdings kommen die Second-hand-Läden mit dem Sortieren der gespendeten Kleidung gar nicht mehr nach.

Was bleiben darf, bekommt einen festen Platz und eine bestimmte Form: Was nicht hängt, wird zum Paket gefaltet und stehend in Laden aufbewahrt. Stapeln verboten! Nur so sieht man auf einen Blick, was man besitzt. Und wenn man nicht genug Laden hat? Muss man eben weiter ausmisten. Nach Maries Erfahrung besitzen wir im Durchschnitt ohnehin zwei Drittel an überflüssigen Dingen.

Kronen Zeitung

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