„Riesengroßer Einsatz“

Lawine auf der Rax: Suchaktion eingestellt

Auf der Rax in Niederösterreich ist am Sonntagnachmittag eine Lawine abgegangen. Die Einsatzkräfte befürchteten zunächst, dass Menschen unter den Schneemassen begraben sind. Ein großer Sucheinsatz wurde in Gang gesetzt. Am Abend dann Entwarnung: Die Suche wurde eingestellt, es sei nahezu ausgeschlossen, dass sich jemand im Lawinenkegel befinde, teilte die Bergrettung mit.

„Es sind alle Suchmethoden ergebnislos verlaufen“, sagte Sabine Buchebner-Ferstl von der Bergrettung Reichenau am Sonntagabend. „Es wird auch niemand vermisst.“ Auch eine zweite Fußspur - wegen einer Spur, die in den Lawinenkegel geführt hatte, war die Suchaktion ursprünglich ausgelöst worden - sei gefunden worden. Deshalb sei in Abstimmung mit der Polizei entschieden worden, die Suchaktion zu beenden.

Oberhalb der Bergstation der Rax-Seilbahn hatte sich gegen 16 Uhr bei der alten Schleppliftanlage ein Schneebrett gelöst. Es führe eine Spur in den Lawinenkegel, deshalb sei die Suchaktion gestartet worden, so Polizeisprecher Johann Baumschlager. „Es hat jemand gesehen, dass da Fußspuren hineinführen, aber nicht mehr hinaus“, schilderte Buchebner-Ferstl. Daraufhin habe die Person dem Hüttenwirt Bescheid gegeben, der die Bergrettung alarmiert habe. Eine erste Suche mit Piepsgerät verlief dann negativ und es wurde Gebietsalarm ausgelöst.

Um die 60 Einsatzkräfte waren bis in die Abendstunden dabei, den Lawinenkegel mit Sonden und unter Einsatz von Hunden abzusuchen. Am Anfang habe einer der Hunde angeschlagen, „das war aber ein Fehlalarm“. Danach wurde sondiert und das Suchfeld systematisch abgesucht. Auch ein Recco-System, ein spezielles Gerät zur Suche und Ortung von Verschütteten, wurde auf den Berg gebracht.

„Es ist einfach wirklich gefährlich“
Im Bereich, wo das Schneebrett abging, befindet sich ein kleiner, steiler Graben, wo immer viel Schnee angeweht werde. „Stellenweise ist es einfach wirklich gefährlich“, sagte Buchebner-Ferstl. Mit der Seilbahn wurde ein Notstromaggregat hinaufgebracht und „alles ausgeleuchtet“. Die Sondierung musste engmaschig erfolgen, deshalb war die Arbeit sehr aufwendig.

Das Rote Kreuz war am Sonntagabend mit einem Bezirkseinsatzleiter sowie acht Sanitätern und zwei Rettungsfahrzeugen an Ort und Stelle. Auch ein Polizeihubschrauber und ein Notarzthubschrauber des ÖAMTC unterstützten die Suche. An der Aktion waren zahlreiche Einsatzkräfte der Bergrettung und der Polizei mit Diensthunden beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber und ein Notarzthubschrauber befanden sich im Einsatzraum.

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