Mi, 17. Juli 2019
26.01.2019 13:13

Statistik zeigt es

Die meisten Alkounfälle passieren im Lungau

Die meisten Unfälle mit Alkolenkern passieren in Salzburg im Lungau. Das zeigt eine Statistik des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Warum das so ist, darüber wagen Experten nur Vermutungen anzustellen. Gefordert werden zum wiederholten Mal mehr Nachtbusse und auch Sammeltaxis.

41 Polizisten sind im Lungau auf die drei Dienststellen in Tamsweg (auch Bezirkspolizeikommando), St. Michael und Mauterndorf verteilt. Auf 1020 Quadratkilometern hat der Lungau 20.344 Bewohner. 19 Todesopfer und 1182 Verletzte forderten Alko-Unfälle von 2013 bis 2018 in ganz Salzburg. Der Großteil der Unfälle entfiel auf den Lungau: 9,1 Prozent, im Pongau waren es 7,6, im Pinzgau 7,3, im Tennengau 5,3 und in der Stadt Salzburg 5,3 Prozent. In der Landeshauptstadt gibt es auf 152.367 Einwohner zum Vergleich 399 Polizisten.

Warum ist der Lungau bei den Alkounfällen führend? Experten können nur Vermutungen anstellen. Zu wenig Öffis, zu lange Wege, die Abgeschiedenheit, ist zu hören. Die meisten Alkounfälle ereignen sich im August, nachts auf dem Heimweg von Zeltfesten. Den nächsten Höhepunkt gibt es zur Glühweinzeit im Dezember.

Christian Gratzer vom VCÖ bemängelt, dass es an Discobussen, Sammeltaxis und Bahnverbindungen auam späteren Abend fehlt. „Wir schlagen vor, einen Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Sammeltaxis sowie Nachtbussen zu verwenden.“

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