23.01.2019 06:26 |

Nino in der Arge:

Echte Lieder von Herzen

Nino aus Wien in Salzburg: Heute gastiert der Liedermacher in der Arge und verrät warum er Mozartkugeln liebt, mit Red Bull Salzburg nichts anfangen kann, und ihn Dylan inspiriert.

Nino, Du gastierst heute in der ARGE. Welche Salzburger Musikerkollegen kennst Du?

Ehrlich gesagt, habe ich nicht die ganz große Verbindung zur Salzburger Musikszene. Wir haben einmal mit „The Helmut Bergers“ gespielt, die fand ich ganz cool. Und Mozart ist glaube ich auch ein Salzburger? Vor allem sein Requiem in D-Moll finde ich unglaublich. Außerdem liebe ich Mozartkugeln. Mirabell find ich ziemlich gut, Heindl noch besser, aber ich habe noch nie die Originalen von der Konditorei Fürst gegessen, die angeblich handgemacht sind. Ich werde sie diesmal sicher probieren.

Du präsentierst dein Jubiläumsalbum „Der Nino aus Wien“. Ist es persönlicher als die Vorgänger?

Es steckt immer etwas Persönliches in den Liedern, aber auch Fantasie. Aber ich glaube, dass es darum gar nicht wirklich geht. Es sind echte Lieder, zu denen ich stehen kann. Sie kommen von Herzen, ja.

Auf dem Album findet sich auch der Protest-Fußballsong „Unentschieden gegen Ried“. Du bist Rapid-Fan, wie stehst Du zu Red Bull Salzburg?

Ich finde es schon etwas langweilig, dass Salzburg so uneinholbar zu sein scheint. Ich habe bemerkt, dass mich der Verein nicht berührt. Selbst letztes Jahr, als sie im Europacup so weit gekommen sind, hat das nichts mit mir gemacht. Ich hätte mit Sturm oder sogar der Austria mehr mitfiebern können. Ich weiß aber nicht woran das liegt. Womöglich verfolgt RB Salzburg eine andere Philosophie, als ich.

Du bist seit 10 Jahren erfolgreich, komponierst am laufenden Band. Was hast Du in den letzten Jahren dazugelernt, was inspiriert dich?

Durch meine Band habe ich musikalisch sicher einiges gelernt, was die ganze Sache angenehmer macht. So habe ich mehr Möglichkeiten, bin sicherer mit der Gitarre und auch freier. Durch das viele Singen habe ich vielleicht auch ein bisschen Singen gelernt. An guten Tagen fühle ich mich wohl als Performer, wirklich furchtbare Konzerte sind im Vergleich zu früher seltener geworden.

Inspirieren kann mich theoretisch alles, aber ich bin oft auch uninspiriert.

Du hast mit Ernst Molden, und für das neue Album mit der Osttiroler Kultformation Franui zusammengearbeitet. Sind das Vorbilder für dich?

Von Ernst Molden habe ich viel gelernt, es ist eine schöne Sache mit ihm zusammenzuarbeiten. Franui haben mich ziemlich umgehauen. Vorbild ist aber ein schwieriges Wort für mich. Wenn dann sind es Helden.

Die Musik der 60er, Beatles, Dylan, Syd Barrett, begleitet dich seit deiner Jugend. Hat sie dich zum Komponieren gebracht und dein Literarische Talent entfacht?

Ja. Die Beatles haben mir Mut gemacht selbst Musik zu machen. Syd Barrett hat mir gezeigt, dass man auch Musik ausüben kann, die sich ein bisschen mehr neben der Spur abspielt. Sein Gitarrenspiel hat mich wirklich beeinflusst – ich wollte eigentlich immer so spielen wie auf seinem Soloalbum „The Madcap Laughs“. Und Dylan hat mich wahrscheinlich dazu inspiriert die Worte locker und gleichzeitig ernst zu nehmen.

Wie wichtig sind dir Live-Auftritte?

Ich ich bin gerne ein Performer. Einerseits ist es sehr reizvoll auf der Bühne zu stehen – es spielt sich so viel ab, so viele verschiedene Energien sind zu spüren. Gleichzeitig ist es aber auch verrückt, seine eigenen Lieder unter Beobachtung zu Singen! Es kann unglaublichen Spass, einem aber auch fertig machen. Es ist eine sensible Tätigkeit. Man muss schon auf sich aufpassen.

Tina Laske
Tina Laske
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