„Jahrelang wurde der Sessellift am Hahnbaum herunter gewirtschaftet“, sagt Nathalie Baumann: „Und die Bürger sollen jetzt die Zeche zahlen.“
Wo sonst gibt es noch so einen Skilift mitten im Ort? „Wir sind eine E5-Gemeinde. Und in der werden dann die Schulkinder künftig mit dem Bus weggekarrt, zum Skilaufen woanders? Das kann nicht sein.“
Tatsächlich war der Lift bei der Eröffnung 1950 der modernste Sessellift Österreichs. „Jetzt ist er einfach alt, man schreibt rote Zahlen und die Gemeinde wird sicher nicht aus öffentlichen Mitteln den defizitären Lift am Leben halten“, so VP-Bürgermeister Peter Mitterer.
Keine Gemeinde-Gelder für den defizitären Lift
Tausende Bürger sehen das allerdings anders. Rupert Fuchs von den Grünen macht den Lift jetzt sogar gemeinsam mit Neos-Kandidatin Nathalie Baumann zum Wahlkampf-Thema, ihre gemeinsame Liste „BürgerInnenbewegung St. Johann“ tritt im März zur Gemeindewahl an. Rupert Fuchs: „Der Sessellift gehört zu St. Johann, an ihm hängt ja auch viel. Und der Bürgermeister täuscht die Menschen, wenn er sagt: Ein längerer Schlepplift reicht auch aus. Dann würde die Naturrodelbahn weiter oben nicht mehr erreichbar sein.“
Auch Bürgerinitiative will Lift am Leben halten
Mario Janska und Sportmediziner Stefan Zerza haben außerdem die überparteiliche Initiative „Pro Hahnbaum-Sessellift“ ins Leben gerufen: „Der Lift ist die Wiege für den Skilauf unserer Kinder, wo sonst kann man Kinder noch alleine fahren lassen“, sagt Hausarzt Stefan Zerza: „Wir haben Geld in die Hand genommen, Experten bezahlt, die sagen: Man kann den Lift weiter führen. Dafür kämpfen wir.“








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