Kein freies Bett

Verletztes Kind wurde aus Spitälern weggeschickt

„Die Ärzte können gar nicht bewältigen, was alles anfällt.“ Mit ihrem vor Schmerzen weinenden Sohn (6) am Arm wurde Sabine S. aus Kematen am Innbach in Oberösterreich aus dem Welser Krankenhaus weggeschickt. Die Gründe: zu wenige Ärzte, kein freies Bett! Erst im dritten Spital wurde Jan versorgt, die Ärzte baten mittlerweile um Entschuldigung.

Weil er sich einen Nagel eingetreten hatte, eilten Sabine S. und ihr Mann mit ihrem Sohn Jan (6) ins Krankenhaus nach Grieskirchen. Dort sagte man ihnen, dass er in sechs Stunden operiert werden müsse, und schickten ihn ins Welser Spital - dort wisse man angeblich Bescheid.

Abweisung nach zwei Stunden
In Wels wurde Jan von Station zu Station geschickt, bis es schließlich nach zwei Stunden hieß: „Kein Platz, Sie müssen woanders hin.“ In Ried gab’s dann endlich ein Bett für das Kind, es wurde operiert.

„Wollen aufzeigen“
Sabine S. ist enttäuscht über die Zustände in den Krankenhäusern: „Die ärztliche Leitung hat sich bei uns entschuldigt. Ich will das Krankenhaus nicht schlechtmachen, will aber mit meinem Schritt an die Öffentlichkeit dafür kämpfen, dass sich die Platz- und Personalsituation künftig verbessert.“

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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