18.01.2019 08:36 |

Salzburg will WM

Großkampftage für Eisakrobaten

Der heimischen Eiskunstlaufszene stehen heiße Tage bevor. Von Freitag bis Sonntag steht die neunte Auflage des Synchron-Wettkampfs Mozart Cup an, knapp 1300 Sportlerinnen in 65 Teams zeigen ihr Können. Der Event soll zugleich eine Visitenkarte für eine WM-Bewerbung fürs Jahr 2022 werden. Kommende Woche folgt die Europameisterschaft in Weißrussland, wo Salzburg erstmals drei der vier heimischen Sportler stellt, die Olympiateilnehmer Severin Kiefer und Miriam Zieger auf eine Topplatzierung hoffen.

Qualität statt Quantität heißt das neue Motto des Synchron-Großevents Mozart Cup. Für die neunte Auflage von heute bis Sonntag in der Eisarena Salzburg wurde das Starterfeld auf 1300 Teilnehmer limitiert. „Dafür weicht der Breitensport mehr in den Amadé Cup am Sonntag aus“, berichtet die Salzburger „Eis-Queen“ Carmen Kiefer. Die Lokalmatadorinnen von Sweet Mozart sehen sich für den Bewerb gut gerüstet. Dieser soll zugleich eine tolle Werbung in eigener Sache darstellen. Im April bewirbt sich Salzburg aller Voraussicht nach nämlich um die Synchron-WM 2022. „Eine Entscheidung darüber soll im Juni oder Juli fallen“, sagt Kiefer. Jetzt schon klar: 2020 wird kein Mozart Cup stattfinden. Da im Februar die erste Heim-EM seit 20 Jahren in Graz steigt. Das Organisationsteam ist im Grunde identisch, kann beides nicht zugleich stemmen.

Rekordaufgebot will Spitzenplatz
Spannend wird es ab kommender Woche bei der Europameisterschaft in Minsk. Da gehen der Kuchler Severin Kiefer und seine Partnerin Miriam Kiefer nicht nur in ihre sechste gemeinsame EM. Nach Platz sieben im Vorjahr soll heuer auch ein Spitzenplatz unter den besten Sechs her. Nach zwei Siegen in Minsk und Tallinn sowie Toprängen in Moskau und Helsinki kein unrealistisches Ziel. Fitnesstrainerin Myriam Leuenberger brachte die beiden, die ihr Trainingszentrum in Berlin haben, im Sommer einen großen Schritt weiter. „Wir haben erstmals eine Vorbereitung verletzungsfrei überstanden. Dadurch war es leichter, stabile Leistungen zu zeigen“, erklärt Zieger. Kiefer ergänzt: „Das spielt auch für die Wertungsrichter eine Rolle, wenn du konstant gut ablieferst.“

Neben dem Paar qualifizierte sich mit Nachwuchshoffnung Sopha Schaller eine dritte Athletin des Eisteam Salzburg - Rekord! Die Maturantin des Salzburger Schulsportmodells gibt als Ziel einen Platz im Finale an, beherrscht bereits Dreifach-Dreifach-Sprünge. „Wichtig ist aber Erfahrung sammeln und mein Bestes geben“, freut sich die Stadt-Salzburgerin schon. Vor Ort wird sie von Landestrainerin Julia Kiefer betreut. Die 18-Jährige ist die erste Salzburger Einzelathletin seit über 20 Jahren bei einem Großereignis.

Walter Hofbauer
Walter Hofbauer
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