18.01.2019 08:00 |

Tiroler Christbäume

Zuerst funkeln sie, und dann sorgen sie für Wärme

Zu Weihnachten verschönerten sie nahezu jedes Tiroler Eigenheim, in diesen Tagen werden sie landesweit allesamt abgeschmückt und entsorgt: Die Christbäume! In der Landeshauptstadt sammelt ein Team der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) die Bäume ein, um sie zu Hackschnitzel zu verarbeiten. Damit wird dann geheizt!

Auf den Straßen und Gassen von Innsbruck liegen derzeit zahlreiche Christbäume. All jene, die durch die Stadt schlendern, stolpern nahezu über kleine sowie große Varianten. Und das hat einen guten Grund.

„Am 7. Jänner haben wir mit der Abholung begonnen. Noch bis zum 25. Jänner sind bis zu vier Mitarbeiter von uns damit beschäftigt, die Bäume einzusammeln“, sagt Reinhard Oberguggenberger, IKB-Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft.

Diverse Sammelplätze
Doch dürfen die Christbäume einfach so auf die Straße gelegt werden? „Bei jeder einzelnen Liegenschaft gibt es Sammelplätze, wie zum Beispiel für Sperrmüll. Dort ist es gestattet, die Bäume direkt am Straßenrand hinzulegen“, klärt Oberguggenberger auf.

Nicht jede Sammelstelle wird von den Mitarbeitern, die mit einem großen Fahrzeug unterwegs sind, täglich angefahren. „Das Team hat die Situation jedoch im Auge und rückt aus, sobald vermehrt Bäume auf der Straße liegen“, sagt der Experte.

Probleme durch Schnee
Aufgrund der starken Schneefälle sind die Bäume derzeit eingeschneit. „Viele sind kaum erkennbar. Wir schaufeln sie jedoch aus Zeitgründen nicht frei. Sobald sie ausapern, holen wir sie verlässlich ab - auch wenn es sich dabei um Februar handelt“, so der Leiter.

Ein weiteres Problem, das durch die Schneemassen anfällt, ist, dass das Fahrzeug trotz Ketten nicht jede Liegenschaft erreicht. Davon betroffen ist etwa der Bereich rund um die Hungerburg sowie Igls. Auch in diesen Fällen erfolge die Abholung ein wenig später.

Die Christbaum-Massen werden folglich zur städtischen Kompostierungsanlage gebracht, die vom Stadtmagistrat betrieben wird. „In einer Biomasse-Verheizungsanlage werden die Bäume zerkleinert und zu Hackschnitzel verarbeitet, die wiederum in städtische Heizungsanlagen wandern“, klärt Oberguggenberger auf.

Schmuck bereitete Ärger
Vor einigen Jahren wurde ein Teil der Bäume dem Alpenzoo für Futterzwecke zur Verfügung gestellt. Das wurde mittlerweile jedoch eingestellt - und zwar aus guten Grund, wie der Fachmann schildert: „Nicht jeder Christbaum wird vor seiner Entsorgung richtig abgeschmückt. Immer wieder befinden sich Lametta oder Häckchen darauf. Das war natürlich alles andere als gut für die Tiere“

Jasmin Steiner und Hubert Berger, Kronen Zeitung

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