12.01.2019 06:15 |

Wetterfenster genutzt

Downwash: Schnee von Bäumen und Leitungen geblasen

„DownwDownwash: ash“ heißen jene spektakulären Einsätze, bei denen die Helikopter im Tiefflug Stromleitungen und Baumwipfel vom schweren Schnee befreien. Freitag waren die Helis pausenlos im Einsatz, sie nutzten die klare Sicht auch zu Kontrollflügen im Gebirge. Am Wochenende rechnet man mit der höchsten Warnstufe 5.

„Auf so einen Sonnentag wie am Freitag haben unsere Lawinenwarnkommissionen sehnsüchtig gewartet“, so Norbert Altenhofer vom Einsatzstab des Landes: Zwölf Helikopter waren im ganzen Land unterwegs um Straßen und angrenzende Wälder sowie Stromleitungen zu befreien: Im Tiefflug wehten vier Black Hawk des Bundesheeres, aber auch private Hubschrauber dabei den schweren Schnee weg.15 Hot-Spots für die Hubschrauber-EinsätzeIm Flachgau waren sie an der Hinterseer Straße, der Wiestalstraße und der Russenstraße im Einsatz, weitere Tiefflüge fanden am Paß Gschütt, am Rengerberg in Scheffau, Krispl, Bad Vigaun und über Abtenau und Filzmoos statt. Innergebirg waren die Helikopter am Paß Thurn, zwischen Leogang und Hochfilzen, an der Hochkönigstraße zwischen Lofer und Unken und im Bereich Embach im Einsatz. Neue Straßensperren will man vermeiden„Wir hoffe damit möglicherweise neue Straßensperren vermeiden zu können“, sagt Norbert Altenhofer: „Weil ja für den Sonntag Schneefall und Stürme vorausgesagt sind.“

Die Salzburg AG hat in Golling einen Krisenstab für ihre 200 Mitarbeiter eingerichtet, so Sprecherin Daniela Kinz: „Dort, wo wir Leitungen nicht rasch reparieren konnten, haben wir Notstromaggregate zur Verfügung gestellt, bisher 22 an der Zahl.“

Elf Mann der Kärntner KELAG unterstützen die Salzburger, die vor allem ein Problem haben: „Viele entlegene Leitungen sind auf Grund der extremen Schneelage einfach nicht zu erreichen“, so Kinz. Nicht selten müssen Reparaturtrupps Schneeschuhe anlegen und zu einer Wanderung aufbrechen.

Roy Knaus war Freitag mit sechs Hubschraubern, darunter auch mit der „Superpuma“, in Bayern und Salzburg in der Luft: „Am Lungauer Windsfeld hat der Sturm zwei Strommasten komplett geknickt.“

Auch für die Pinzgauer Wildbach- und Lawinenverbauung führte der Pongauer Unternehmer zahlreiche Kontrollflüge durch: „Erst aus der Luft wird klar, wie dramatisch die Lage ist und welche gigantischen Schneemengen sich überall angesammelt haben“, so Knaus: „Die werden uns wohl noch länger beschäftigen.“

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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