08.01.2019 10:26 |

Nesseltier-Invasion

Portugiesische Galeeren an Australiens Nordküste

Die australische Ostküste wird seit geraumer Zeit von einer Qualleninvasion heimgesucht. Laut Angaben von Rettungsdiensten mussten seit dem Wochenende knapp 3600 Menschen behandelt werden, die mit den Tentakeln von Portugiesischen Galeeren in Kontakt gekommen sind. Im Bundesstaat Queensland wurden mehrere Strände geschlossen, betroffen war auch der populäre Badeort Coolangatta südlich von Brisbane.

Allein am Sonntag wurden nach Angaben von Lebensrettern an der Sunshine Coast sowie der Gold Coast nördlich und südlich der Stadt Brisbane mehr als 900 Menschen behandelt. Das Gift aus den Nesselzellen der auch „Floating Terror“ bezeichneten Tiere verursacht starke Schmerzen und rote Pusteln auf der Haut der Betroffenen.

Winde trieben die Tiere Richtung Küste
Laut Angaben der Rettungsdienst haben ungewöhnlich starke Winde die Nesseltiere an die australische Nordküste getrieben. Allein im Dezember wurden insgesamt 13.000 Menschen behandelt, die mit den meterlangen Tentakeln der auf der Meeresoberfläche treibenden, schön anzusehenden, aber giftigen Tiere in Kontakt kamen.

Rettungsorganisation: „Epidemisch“
Die Anzahl der Verletzungen durch die Portugiesischen Galeeren seien „rekordverdächtig“, berichtet die australische Tageszeitung „Sydney Morning Herald“. Jeremy Sturges von der Rettungsorganisation Surf Life Saving Queensland beschreibt die Zustände gar als „epidemisch“.

Bis zu 50 Meter lange Tentakel
Die Portugiesische Galeere ist eigentlich gar keine Qualle, sondern eine riesige Polypenkolonie, in der jedes Individuum eine bestimmte Aufgabe übernimmt. Mit blau schimmerndem Körper und bis zu 50 Meter langen Tentakeln ist sie in den Weltmeeren unterwegs - und wer mit ihr in Berührung kommt, erleidet starke Schmerzen. Für den Menschen verläuft eine Begegnung mit dem Nesseltier aber nur selten tödlich.

Die giftigen Nesseltiere mit dem wissenschaftlichen Namen Physalia physalis sind äußerst gefürchtet, lösen sie doch bei Berührung starke Schmerzen und Entzündungen aus. Bei durch Krankheit geschwächten Personen kann das Gift der Portugiesischen Galeere - sie verdankt ihren Namen der Gasblase, die das Nesseltier über Wasser hält und optisch an ein Segel erinnert - zu Atembeschwerden, Herzstillstand und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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