06.01.2019 06:45 |

Bundesforste in Kritik

Harter Winter: Keine Rehfütterung im Glemmtal?

Viel Schnee, wenig Futter: Der Winter ist für das Wild keine einfache Zeit. Die Tiere zäh sind und kommen mit wenig Nahrung aus, brauchen dafür aber auch ihre Ruhe, die sie immer öfter nicht finden. Umso wichtiger ist demnach menschliche Hilfe. Vielerorts gibt es Futterstellen für Rehe & Co. Kritik gibt es aber im Pinzgau: Die Bundesforste sollen kein Futter für das Wild bereit stellen.

In weiten Teilen Salzburgs soll die Fütterung des Wildes sehr gut klappen, einzig im Pinzgau, konkret im Glemmtal und auf dem Boden der Österreichischen Bundesforste, nicht.

Dabei geht es nicht um das Rot- sondern das Rehwild. „Ich weiß von mehreren Fütterungsstellen an denen definitiv nicht gefüttert wird“, sagt ein Pinzgauer zur „Krone“. Und er berichtet: „Schon im vergangenen Jahr wurden im Februar und März einige verendete Rehe gefunden.“ Das selbe befürchten viele Wild-Liebhaber nun auch am Ende dieser Wintersaison.

Die Tiere tun sich schwer Futter zu finden. „Teils verirren sie sich bei ihrer Suche auf die Pisten“, berichten Glemmtaler, dass sie immer öfter Wild mitten im Skigebieten sehen.

„Es geht nicht darum Tiere zu mästen“
Das Wild ist zäh, kommt mit wenig fressen aus. Es schraubt den Energiebedarf herunter, verharrt, versucht so über die kalte Jahreszeit zu kommen. Dabei soll es nicht aufgeschreckt werden, schwierig in den Wintersportorten.

Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof ist empört: „Ich kreide das an. Es ist eine moralische Verpflichtung. Wir reden hier nicht davon die Tiere zu mästen. Wir haben eine Verantwortung für unsere Kulturlandschaft und haben dafür Sorge zu tragen die Artenvielfalt zu erhalten.“

Bundesforste zu den Vorwürfen: Stimmt nicht
Von den Bundesforsten heißt es zu den Vorwürfen: „Sowohl Rot- als auch Rehwild wird auf den behördlich genehmigten Flächen gefüttert. Es gibt genug Futter, sowohl Heu als ähnliche Futtermittel“, so Sprecherin Andrea Kaltenegger.

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