Di, 22. Jänner 2019

Letzte Verhandlungen

18.12.2018 02:13

Begleitstraße an Bahnmacht Oberpinzgau sicherer

Die Bahn als Gefahrenquelle: Im Oberpinzgau sind Bewohner leidgeprüft. Insgesamt elf kleine Übergänge an der Pinzgau Bahn in Stuhlfelden und Mittersill können nur erschwert passiert werden. Bald ist alles Geschichte. Die Begleitstraße wird nächstes Jahr gebaut. Als letzter Schritt ist Hochwasserschutz auf Schiene.

Rudi Oppacher wohnt im Bereich Stuhlfelden-Burgwies, wo es auf den Schienen schon ein Todesopfer gab. Er atmet auf, dass das Projekt jetzt endlich konkret wird: „Im Moment hat man kaum Platz zum abbiegen.“

Bereits 2010 wurde bei einer Überprüfung darauf hingewiesen, dass die Übergänge nach der neuen Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht sanierungsfähig sind. „Man hätte sie auf jeden Fall auflassen müssen“, so Stuhlfeldens Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher.

Schon für nächstes Jahr ist der Baustart für die Begleittrasse geplant. Die Gemeinde sprach bereits zu Beginn offen an, dass die Kosten für die Bewohner und auch für die kleine Gemeindekasse nicht zu stemmen seien. Landeshauptmann Wilfried Haslauer garantierte daraufhin, dass das Land die Kosten übernimmt. Einzige Bedingungen: Das Projekt muss bis spätestens September 2019 stehen.

Die Verhandlungen mit den Grundbesitzern verliefen positiv. Auch der letzte Betroffene an der Gemeindegrenze habe Bereitschaft signalisiert. Landesrat Stefan Schnöll: „Es ist ein dringend notwendiger Sprung für mehr Sicherheit.“

Alle Fakten zur neuen Begleittrasse

Und das sind die Eckdaten für ein sicheres Leben an der Pinzgau Bahn: Es wird eine rund 1,3 Kilometer lange Begleittrasse errichtet. Allein acht Übergänge ohne Schranken können dann aufgelöst werden. Die Einmündung in die neue Straße verläuft beim Parkplatz „Kaiserdenkmal“ in Stuhlfelden über eine neue Bahnkreuzung. Im Bereich Burgwies kommt nur ein Fußgänger- und Radfahrerübergang. Von ursprünglichen Überlegungen, hier auch Autofahrer passieren zu lassen, kam man wieder ab. An der Gemeindegrenze zu Mittersill endet die Trasse in einer Sackgasse. Planerisch sei das die sinnvollste Lösung, heißt es. In Mittersill kommt eine andere Variante: Autofahrer sollen hier am Hochwasserdamm geführt werden. Bürgermeister Wolfgang Viertler: „Es laufen noch finale Planungen.“ Und auch in Stuhlfelden ist der Hochwasserschutz noch Thema: Die neue Straße soll auch im Überschwemmungsfall sicherer sein und damit höher herausgebaut werden.

Die Gesamtkosten für das Projekt „sicher an der Bahn“ betragen rund 1,3 Millionen Euro. Der Bau des neuen beschrankten Überganges soll schon im Frühjahr starten.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann

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