Do, 13. Dezember 2018

„Krone“-Interview

29.11.2018 08:30

Max Giesinger: „Ich bin nicht immer Herkules“

Deutschlands Chef-Satiriker Jan Böhmermann hat Max Giesinger vor über einem Jahr als Paradebeispiel für die Beliebigkeit im deutschen Pop bezeichnet. Der ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, füllt weiter die großen Hallen und veröffentlichte dieser Tage sein neues Studioalbum „Die Reise“. Im ausführlichen Gespräch mit der „Krone“ offenbarte sich, dass der nur scheinbar farblose Sänger ein politisches Gewissen hat, sich Gedanken über seinen eigenen Auftritt in der Öffentlichkeit macht und ihn das Reisen und neue Kulturen auch als Mensch und Musiker weiterbringen.

„Krone“: Max, „Die Reise“ nennt sich dein drittes Album. Ein Wort, dass man natürlich in unterschiedlichste Richtungen interpretieren kann. Was war dein Gedanke dahinter?
Max Giesinger:
Ich sehe den Titel als Reise im mobilen Sinne, weil ich doch zwei Jahre lang fast nonstop unterwegs war. 2016 war meine Ansage klar, dass wir jedes Konzert spielen würden, was wir angeboten kriegen, weil es so lange dauerte, bis die Sache wirklich lief. Auf der Bühne zu sein war immer mein Hauptanreiz und es fällt mir schwer, mal die Gitarre nicht in der Hand zu haben. Am Ende waren wir mehr unterwegs als zuhause und dann habe ich mich gefragt, ob nun Karlsruhe, Hamburg oder der Nightliner mein Daheim sein würden. Andererseits war es auch eine gedankliche Reise. Ist es ein erstrebenswertes Dasein, immer unterwegs zu sein? Soll man nicht auch mal zu sich zurückkehren und reflektieren, was passiert? Für das Privatleben war nicht viel Zeit und ich lernte, dass die Balance stimmen muss. Ich will nicht durchgehend unterwegs sein, aber mir fällt nach einer Woche schnell die Decke auf den Kopf. Es ist ein Wechselspiel aus beiden Seiten. Manchmal mit Kumpels Monopoly zu spielen ist aber auch etwas, das zur Realität gehört und nicht jeden Abend vor 5000 Leuten zu spielen.

Hast du dich als Privatmensch in der Phase der vielen Touren und Termine auch schon mal verloren?
Es gab kurz eine Phase, wo die ganze Crew wusste, dass wir jetzt mal ein, zwei Wochen heim und runterkommen müssen. Wir haben oft bis zu 14 Konzerte ohne einen freien Tag gespielt und dann ist die Chance da, dass man das Besondere, auf das man sein ganzes Leben hingearbeitet hat, verliert. Das mussten wir unbedingt verhindern, aber es ist nicht wirklich gekippt. Wenn ich auf Urlaub bin, stehe ich nach drei Tagen wieder auf einer Open Stage, um Musik zu machen. Das „Sich-rausnehmen“ ist aber wichtig. Ich habe mich dabei gut kennengelernt und würde das genauso noch einmal machen. Ich kann den Leuten nur 100 Prozent geben, wenn ich im Monat nicht 28 Konzerte spiele.

Rapper Marteria ist abseits seiner Karriere und abseits all der touristischen Pfade immer wieder mal in fernen Ländern unterwegs, um runterzukommen und die Dinge klar einordnen zu können.
Das ist unheimlich wichtig. Ich kann aber auch nicht einfach rumsitzen und nichts tun. Man muss sich schon mit sich selbst beschäftigen können. Ich war anfangs sechs Wochen mit Kumpels in Thailand und dann noch einmal fünf Wochen alleine dort. Eine Woche war cool und wichtig, aber beim Backpacker-Dasein fehlt mir dann schon mal die Zeit, wo ich mit Leuten etwas Tiefgründiges diskutieren kann. Small-Talk-Gespräche habe ich bei Events auch in Deutschland, aber darauf habe ich nicht immer Lust. Ich brauche Leute, neben denen man auch mal schweigen kann. Letztes Jahr war ich als Ausgleich im Studio und habe Songs geschrieben. Ich brauche immer ein Wechselspiel. Es darf nicht nur live, nur Studio oder nur Urlaub sein. Es muss einfach mehr Abwechslung passieren, dann weiß man die einzelnen Dinge besser zu schätzen.

Mit steigender Berühmtheit wird es wahrscheinlich immer schwieriger, Leute kennenzulernen, mit denen man tiefgründige Gespräche führen kann oder denen man schlichtweg vertrauen kann.
Deshalb bin ich auch dankbar dafür, dass ich so viele gute und feste Freundschaften habe. Es war nicht so, dass ich erst Freunde nach meinem Durchbruch suchen musste, denn falsche Freundschaften häufen sich dann. Die engsten Freundschaften pflege ich seit zehn Jahren und seit dem Durchbruch kommen da nur Leute rein, die das gleiche erleben wie ich und mit denen ich mich austauschen kann. Man wird in der Öffentlichkeit oft angesprochen und angestarrt und es ist gut, sich da mit Leuten auszutauschen, die ähnliches erleben. Natürlich finden es manche Leute cool, einen Abend mit dem Giesinger abzuhängen - das ist gewöhnungsbedürftig. Es gibt Leute, die mit dir abhängen wollen, aber du weißt nicht, wie ehrlich sie das meinen.

Das ist auch eine Form von Reise - von jemanden, der ohne Zwang Musik machte, zu jemanden, der immer noch Spaß hat, aber auch mit Erwartungshaltung und Druck umgehen muss. So etwas muss man auch erst einmal verarbeiten.
Das ist tatsächlich ein großer Teil. Wahrscheinlich sogar größer als der Reiseanteil. „Wenn ich leiser bin“ ist so ein Song, wo ich allen sage, dass ich ein positiver Typ bin, der meistens gut drauf ist, aber  es gibt auch traurige Momente in meinem Leben. Es gibt TV-Termine, wo man gerade nicht heulen kann, sondern auf Knopfdruck am Start sein muss. Am liebsten wäre man aber alleine auf der Couch. Man muss aber ehrlich zu sich sein und allen begreiflich machen, dass man nicht im Clownmodus ist. Zuzugeben, zu merken, dass es manchmal zu viel ist, ist wichtig. Man sollte nicht immer alles in sich hineinfressen. Man muss sich die Schwächen eingestehen, auch mal einen Tag Pause zu brauchen. Ich bin nicht Herkules, aber ich war da lange zu selbstkritisch und war mir selbst böse, dass ich nicht 100 Prozent brachte. Das Eingestehen der schwachen Momente war eine Lernphase.

Hast du aus dieser Zeit einen Erkenntnisgewinn, dass du das Tempo deiner Karriere nun anders anlegst?
Durchaus. Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass mir Normalität und Privatleben fehlten. Das abgefahrene Popstarleben hat mit der wahren Realität wenig zu tun. Ich kann mich immer noch an kleinen, normalen Dingen erfreuen. Ich war jetzt vier Tage mit meinem Vater wandern, Tretbootfahren in Hamburg oder habe stundenlang mit einem Kumpel Tischtennis gespielt. Das sind wichtige Dinge, bei denen ich abschalten kann. Die Balance habe ich mittlerweile gut gefunden. Dieses Jahr haben wir nur 40 Konzerte gespielt und parallel dazu die Platte aufgenommen. Die Abwechslung war wirklich cool. Dazwischen haben wir in Bad Ischgl gespielt und auf einem Schiff in Barcelona.

Ist das geografische Reisen und Herumkommen in der Welt essenziell für dich, um überhaupt kreativ werden zu können?
Das Unterwegssein ist schon wichtig. Man trifft interessante Persönlichkeiten und wird davon inspiriert. Ich quatsche da mit Leuten, die selbst viel erlebt und erreicht haben oder krasse Schicksalsstorys erzählen. Ich müsste aber nicht um die Welt fahren, um ein Album aufzunehmen. Diese Erfahrungen kann ich auch im deutschsprachigen Raum sammeln, durch gute Gespräche und Selbstreflektion. Wenn du mir eine Gitarre gibst, kommt zumindest was raus - auch wenn der Song vielleicht keine Granate wird. Ich fand es erstaunlich, dass die 20 Songs so schnell von der Hand gingen. 13 davon kamen auf das Album. Eigentlich wollten wir gar nicht zwingend heuer raus mit dem Album, aber es ging in Berlin so schnell und gut, dass sich das alles ausging. Ende letzten Jahres war das Album quasi fertig und ich war überrascht, wie locker das ging. Es wäre dumm gewesen, künstlich zu warten und so haben wir es fertiggestellt, geprobt und freuen uns auf die nächste Tour.

Wenn du die neuen Songs 2019 auf die Bühne bringst, sind sie für dich ja schon wieder alt. Kann das zu einem Problem werden, dass dir die „Frische“ dafür auf der Bühne dann eventuell schon fehlt?
Klar kenne ich die Songs deutlich länger als das Publikum. Manche Lieder sind schon zwei Jahre alt und ich habe sie Hundert Mal gehört, aber nicht Hundert Mal gespielt. Manche Songs nutzen sich halt schneller ab als andere, aber das weiß man vorher nie. „Stairway To Heaven“ spiele ich abends immer noch gerne auf der Gitarre, weil es so geil ist. Je besser der Song, umso weniger Verschleiß hat er.

Wie perfektionistisch bist du beim Songschreiben angehaucht?
Ich bin so perfektionistisch, dass ich die Leute beim Songwriting aufrege. In Mannheim sind immer zwei dabei, die an Beats schrauben und mir beim Texten helfen und fit in Melodien sind. Ich habe echt schon viele Songs geschrieben und irgendwann kriegst du ein Gefühl dafür, wo eine Strophe oder Melodie richtig ist. Manchmal muss man sich gegen die anderen durchsetzen, wenn einem etwas nicht passt. Ich bin nicht der, der die erste Idee umsetzt, sondern bleibe so lange dran, bis der entscheidende Einfall kommt. Das kann manchmal Tage dauern und oft ist ein Lied stark, hat aber trotzdem keinen guten Refrain. Manche Songs sind dann auch auf Halde gelandet, aber wenn man mit Leuten arbeitet, bei denen man sich wohlfühlt, kommt man zu einem Ergebnis. Ich komme prinzipiell aus der Melodie und habe eine leise Ahnung, wo der Text hingehen soll. Die durchaus harte deutsche Sprache muss man dann erst einmal in diese große Melodie reinzwängen, das ist nicht immer leicht. Wenn die Melodie zu groß ist, dann wird es schnell schlageresk. Es wird dann zu kitschig und das ist jedes Mal ein Spagat. In Teneriffa saßen wir einen Tag lang herum, hatten nichts auf die Reihe gekriegt und keine Idee. Wir kamen uns vor wie die größten Loser, aber dann irgendwann kommt immer ein Moment, wo es zündet und sich allerorts Erleichterung breitmacht.

Diesen Schlagervorwurf musstest nicht nur du dir anhören, auch viele deiner Kollegen, die im Deutschpop zuhause sind, werden damit konfrontiert. Hast du dir schon mal überlegt, das durch englische Texte zu verhindern?
Im Endeffekt ist das immer Geschmackssache. Ich finde meine Songs nicht schlageresk, aber wenn Leute, die lieber alternativere Musik hören, das reininterpretieren, dann ist das so. Englisch würde nicht funktionieren, weil die Textkomponente so wichtig ist, dass ich nicht darauf verzichten wollte. Englisch singen zudem 200 Millionen Musiker. Was soll ich da noch dazu beitragen, wenn ich nun endlich die deutsche Sprache so hinbekomme, dass ich einen „Giesinger-Sound“ kreiert habe? Ich hatte mit englischer Musik in einer Rockband schon Auftritte. Wir hießen Montaine, hatten schon ein Album fertig und einen Auftritt beim „Rock am Ring“. Auf YouTube kannst du einen Song anhören, das war Stadionrock. Authentisch angefühlt hat sich das aber leider nicht. Ich glaube schon, dass ich poppige deutsche Musik machen kann, die trotzdem cool ist. Es wird alles sehr schnell schnulzig, das Problem hast du im Englischen nicht. Die Leute, die meine Musik kritisieren, ziehen sich aber englische Texte rein, wo sich „Butterfly“ auf „Sky“ reimt, nur haben sie das nicht so am Schirm. Es gibt ein paar Songs von mir, die würde ich mir als Konsument auch anhören, wenn ich nicht Max Giesinger wäre. (lacht)

Gibt es auch bestimmte Songs, wo du sofort gemerkt hast, dass du selbst aus deiner Vergangenheit gereift herausgegangen bist? Die eine klare Entwicklung wiedergeben?
Ich finde, dass das ganze Album ein Schritt weiter ist. Produktionstechnisch und textlich macht das alles mehr Sinn und ist stringenter geworden. Ich kann dir zu jedem Song genau erzählen, was ich dabei gedacht habe. Für das Intro habe ich mich mit meinem besten Freund Steffen zusammengesetzt, mit dem ich schon in Australien durch die Prärie zog, und er hatte eine Idee zu einem Vocal-Sample. Der Song „Bist du bereit“ ist so ehrlich. Ich sitze so oft oben im Nightliner und schaue dann aus dem Fenster. Du fährst über Autobahnen von Stadt zu Stadt und weißt gar nicht mal, wo du genau bist und hinfährst. Darum geht es und mich berührt der Song so, weil er genau in diesem Moment entstand.

Gibt es Dinge oder Bereiche in deiner Musik, über die du dich noch nicht drübertraust, die du aber gerne mal versuchen würdest?
Gute Frage, ich bin derzeit aber für alles bereit. Ich liebe Popmusik und habe mich dort schon sehr gut ausgebreitet. Wenn die Platte halbwegs gut läuft, bin ich wieder zwei, drei Jahre unterwegs und dann kann ich mir eine Pause vorstellen. Vielleicht nach Afrika, etwas reisen, aber dann auch in einem Café arbeiten. Sowas muss man machen, sonst kriegst du Diva-Anwandlungen. Wenn ich in Spanien bin und mich kennt keine Sau und ich streiche dann mal zwei Wochen nur Boote an - das könnte ich mir gut vorstellen. Oder vielleicht ein anderes Projekt, wenn auch nur kurz. Ich würde gerne mal wieder in kleinen Läden spielen, eine 5-Song-EP in drei Wochen aufnehmen und dann schnell auf Tour. Keine zwei LKW mit dabei, sondern einfach nur in den Van und raus auf die kleinen Bühnen. Das wäre schon interessant.

Du hast eine interessante Social-Media-Kampagne lanciert, wo du Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen zu Wort kommen lässt. Etwa eine 13-fache Mutter, eine Frau, die den Krebs besiegt hat, oder NGO-Kapitän Klaus Vogel, der im Mittelmeer Menschenleben rettet.
Ich habe mittlerweile eine ordentliche Plattform und man kann vor 200.000 Leuten auch mal jemanden präsentieren. Es war für mich im Sinne der Reise logisch, dass ich Leute einlade, deren Reise mich selbst interessiert. Der Gedanke kann wiederum andere Leute inspirieren und dafür könnte man auch mal das Handy weglegen. Die zwei Hübner-Brüder etwa, die einfach ohne Geld und ohne Betteln eine Weltreise machten. Wie geil ist das und wie wenig Leute würden so etwas noch machen? Oder das Mädchen, dass mit 18 eine Krebsdiagnose bekommt und den Krebs mit einer unfassbar positiven Einstellung besiegt. Da weiß man erst mal, wie nichtig die eigenen Probleme in der Relation dazu sind und wie gut andere mit solchen Schicksalen umgehen.

Pendelt dich das selbst wieder ein, wenn du solche Geschichten suchst und verfolgst?
Ich glaube schon. Wenn man das große Ganze sieht, womit andere Menschen konfrontiert sind, dann wird in einem schon wieder viel zurechtgerückt. Der eigene Kosmos wird viel kleiner und du schämst dich dafür, dass du dich gerade darüber aufregst, dass du seit drei Wochen keinen freien Tag mehr hattest oder beim Frühstücksbuffet ein Croissant fehlt. Ich habe ja das Riesenglück, men Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Ich wollte immer Gitarrespielen und Singen und aus diesem Kerngedanken ist etwas so Großes geworden, dass davon 25 Leute leben können. Es tut gut, sich selbst immer wieder etwas runterzuholen.

Wird es mit steigendem Bekanntheitsgrad schwieriger, Korrektive von außen zuzulassen?
Eigentlich nicht. Je länger das anhält, umso eher gewöhnt man sich daran. Man hat einen neuen Standard. Wenn du in einem Haus aufwächst, dann hast du immer den Standard Haus und bei mir ist das dann so mit komfortablen Nightlinern. In der Freizeit ist es auch wichtig mit Leuten unterwegs zu sein, die ein anderes Leben führen und nicht alle in dieser Blase leben. Einer meiner größten Ansprüche ist es, trotz des aktuellen Erfolgs im Kern ein guter Mensch zu sein, der das zu schätzen weiß und nicht zur Diva wird.

Angesichts deiner Social-Media-Kampagne - fühlst du dich als Mensch im Rampenlicht auch verantwortlich dafür, solche Geschichten zu teilen und klare Botschaften auszusenden?
Das wächst auf jeden Fall immer mehr. Ich habe das bislang nicht in meinen Texten verarbeitet, denn ich bin mehr der Typ, der das eher bei einem Auftritt sagt oder etwas über Facebook mitteilt. Wir haben das Glück, in einem reichen Land zu wohnen und haben so viel Angst vor dem Fremden, dass einem das schon das ganze Denken versaut. Habt euch doch lieb! Bon Iver hat in Berlin auch gesagt, dass man die Liebe verbreiten soll. Mach einfach nichts mit Leuten, was du dir nicht auch selbst antun würdest - es ist so einfach. Wenn du wo geboren wurdest, wo dir die Bomben auf den Kopf fallen, ist es doch klar, dass du woanders hinwillst, wo dir das nicht passiert. Man muss sich mehr in die Leute reinversetzen.

Inwieweit haben dich deine vielen Reisen, Gespräche und die unterschiedlichen Kulturen, die du kennenlernen durftest, dahingehend geprägt?
Dazu war ich noch zu wenig in wirklich schlimmen Konfliktgebieten. Ein guter Freund von mir fuhr mit einem Containerschiff nach Afrika und machte dort Entwicklungshilfe. Das fände ich für meine Auszeitphase auch richtig interessant. Es geht hauptsächlich um Gespräche mit Leuten, wo du draufkommst, was andere Menschen schon so alles erlebt haben. Es geht um den steten Austausch mit Leuten, die über den Tellerrand schauen.

Für die nächste Zeit ist deine Reise aber wohl vorgebaut. Album, Tour, Tour, Tour…
(lacht) Es wird auf jeden Fall eine spannende Reise. Ich kann jetzt nicht mehr machen als glücklich zu sein, dass die Platte so klingt, wie sie klingt. Ich bin total stolz und es ist für mich eine stringente Weiterentwicklung. Egal was die Leute davon halten, ich bin erst einmal glücklich damit und gespannt, was damit passiert. Auch bin ich gespannt, wie sich das Musikgeschäft weiterentwickelt, weil was gerade mit Hip-Hop passiert, ist ein Wahnsinn. Wir haben zudem das Glück, dass wir uns schon so einen Namen gemacht haben, dass wir auch dann auf Tour können, wenn der deutsche Pop einmal out sein sollte. Ich will ja raus und vor Leuten spielen. Die, die ich mal abholte, werden mit den neuen Songs auf jeden Fall was anfangen können.

Gibt es irgendetwas, wovor du dich fürchtest?
Ich fürchte mich ein bisschen vor der Zukunft. Umso mehr ich mich mit Politik oder Umweltverschmutzung beschäftige, umso mehr Sorgen habe ich. In 20-30 Jahren könnte das wirklich schlimm ausschauen, auch wenn ich auf das Beste hoffe. Allein durch die Überbevölkerung gibt es irgendwann nicht mehr genug Platz und Essen und es wird zu gewissen Unruhen kommen. Dann müssen wir uns mal alle an der eigenen Nase nehmen, weniger Fleisch essen und nachhaltig wirtschaften. Unsere Nachfahren sollen auch eine entspannte Zeit haben, denn sonst sehe ich eher schwarz.

Die „Reise“ führt Max Giesinger 2019 auch zweimal nach Österreich. Am 11. März spielt er im Linzer Posthof, am 12. März im Wiener WUK. Weitere Infos und Karten für die zwei Konzerte erhalten Sie unter www.oeticket.com.

Robert Fröwein
Robert Fröwein

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