Von Friedhof verbannt:

Linzer Pfarrer bietet Katze „Blacky“ nun Asyl an

„Ich nehme die Katze gerne auf“, bietet der Linzer Pfarrer Franz Zeiger, der für seine Tiersegnungen bekannt ist, „Blacky“ jetzt Kirchenasyl in der Landeshauptstadt an. Bekanntlich hatte die Pfarre in Schwanenstadt gedroht, die schwarze Katze, die sich am Friedhof häuslich eingerichtet hatte, „entfernen“ zu lassen.

„Krone“:Sie haben sicher von der Geschichte um die Schwanenstädter Friedhofskatze „Blacky“ gehört?
Pfarrer Franz Zeiger: Ja, und sie kann gerne bei mir unterkommen. Bei meinen sechs Katzen und zwei Hunden im Pfarrhaus fällt eine Katze mehr auch nicht ins Gewicht.

„Krone“:Was sagen Sie zur Androhung, das Tier vom Friedhof „entfernen“ zu lassen?
Pfarrer Zeiger: Die Wortwahl war schon „strange“. Das hätte nicht sein müssen. Es gibt bei solchen Problemen immer zwei Möglichkeiten. Man kann es zuspitzen, was in Schwanenstadt passiert ist. Oder man kann das Gespräch suchen. Ich bin für Zweiteres.

„Krone“:Haben Sie mit dem Kollegen in Schwanenstadt Kontakt aufgenommen?
Pfarrer Zeiger: Ich kann und will ihm ja nichts anschaffen. Und er, beziehungsweise die Pfarre, hat das Recht, die Friedhofsordnung zu erlassen.

„Krone“:Von der sich Katzen aber nicht beeindrucken lassen.
Pfarrer Zeiger: Daher wäre es vielleicht gar keine so schlechte Idee, wenn die Katze von Schwanenstadt wegzieht. Sonst geht sie aus Gewohnheit sicher wieder auf den Friedhof. Mein Angebot steht.

„Krone“:Sind Tiere am Friedhof so ein großes Problem?
Pfarrer Zeiger: Man muss abwägen, aber schauen Sie, auf dem Barbarafriedhof in Linz, da leben ja auch einige Wildtiere. Ich freue mich immer, wenn ich hier ein Begräbnis hab’. Da stehst du auf einem Friedhof doch mitten in der Schöpfung Gottes.

Markus Schütz
Markus Schütz
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