"Krone": Herr Grosz, wie kommentieren Sie den "Sieg" von Uwe Scheuch in Kärnten?
Gerald Grosz: Scheuch hat leider mittlerweile den Wahnsinn, die Skrupellosigkeit, die Ehr- und Verantwortungslosigkeit zum Prinzip erhoben. Das lässt sich nicht mehr politisch beurteilen, das sind schon pathologisch-medizinische Handlungsweisen, die man ja medikamentös behandeln kann. Der steirische FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann sollte für Herrn Scheuch zur Sicherheit schon einmal ein Platzerl in der Grazer Nervenklinik reservieren.
"Krone": Was hätte Jörg Haider zu den Vorgängen gesagt?
Grosz: Das ist längst nicht mehr der Weg, den Jörg Haider gegangen ist. Scheuch, Dörfler und Co. stehen vielmehr für völlige Machtverfilzung, Skrupellosigkeit, Korruption, Posten- und Parteibuchwirtschaft sowie für Privilegien.
"Krone": Wie beurteilen Sie jetzt die Situation des steirischen BZÖ?
Grosz: Gut! Das steirische BZÖ ist auf Kurs und wird in Zukunft auch auf Kurs bleiben. Das wird sich auch bei den heurigen Wahlen bewahrheiten.
"Krone": Herr Kurzmann, haben Sie mit diesem Ergebnis gerechnet?
Gerhard Kurzmann: Natürlich, ich habe nichts anderes erwartet. Nach dem Parteitag ist das BZÖ endgültig Geschichte und verkommt zu einer Sekte. Diese Herrschaften gehen künftig den Weg des Liberalen Forums, dessen Schicksal ja hinlänglich bekannt ist. Gottseidank, muss ich sagen, denn Gerald Grosz und Co. haben sich längst von den freiheitlichen Idealen verabschiedet. Wir sind also nicht Brüder vom selben Stamm, die FPÖ hätte nie für die Homo-Ehe gestimmt!
"Krone": Grosz empfiehlt Ihnen, Uwe Scheuch in die Nervenklinik einzuweisen...
Kurzmann: Also, ich habe Uwe Scheuch unlängst gesehen, und er macht einen vernünftigen Eindruck. Die Politik, die er macht, hat Zukunft. Es gibt eine CDU-CSU-Lösung, keine Fusion.
"Krone": Fürchten Sie, dass FPÖ und BZÖ bei den Wahlen einen Denkzettel verpasst bekommen?
Kurzmann: Nein, das spielt bei den Wahlen keine Rolle. Wer freiheitlich denkt, wählt FPÖ. Mit der Splitterpartei BZÖ setzen wir uns nicht mehr auseinander.
von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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